EUR/USD hält wichtige Unterstützung, während schwächere US-Daten die Dollarstärke herausfordern
EUR/USD hat sich nach einem starken Rückgang im Juni nahe der 1,14-Marke stabilisiert, wobei die Erholung primär durch den erneuten Druck auf den US-Dollar getrieben wurde. Der jüngste US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) zeigte für Juni einen Stellenzuwachs von nur 57.000, was deutlich unter den Markterwartungen lag, während die Vormonate nach unten revidiert wurden.
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Die schwächeren Arbeitsmarktdaten veranlassten Anleger dazu, ihre Erwartungen an zusätzliche Straffungen durch die Federal Reserve zurückzuschrauben, was die Treasury-Renditen und den Dollar belastete. Gleichzeitig bekräftigte Fed-Mitglied Kevin Warsh, dass die Inflationsrisiken nachgelassen haben, was die Erwartung verstärkt, dass die Entscheidungsträger in den kommenden Sitzungen geduldig bleiben können.
EZB hält an Straffungskurs fest
Der Euro fand zudem Unterstützung durch die relativ feste geldpolitische Haltung der Europäischen Zentralbank. EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte kürzlich, dass die Inflations- und Wachstumsrisiken ausgewogener geworden sind, während die Märkte weiterhin eine signifikante Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung der EZB im späteren Jahresverlauf einpreisen, sollte die Inflation hartnäckig bleiben. Obwohl das Wachstum in der Eurozone moderat bleibt, hat der aktuelle geldpolitische Ausblick die erwartete Divergenz zwischen der EZB und der Fed verringert, was den Abwärtssdruck auf die Gemeinschaftswährung begrenzt.
Technisches Bild deutet auf kritischen Unterstützungstest hin
Der Tageschart zeigt eine Erholung des EUR/USD, nachdem die markierte Unterstützungszone um 1,1380-1,1450 erfolgreich verteidigt wurde. Der Kurs rutschte kurzzeitig unter die untere Grenze, bevor Käufer wieder einstiegen, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage auf diesem Niveau aktiv bleibt. Das Paar handelt jedoch weiterhin unter seinen kurz- und mittelfristigen gleitenden Durchschnitten, was darauf hindeutet, dass der übergeordnete Korrekturtrend intakt bleibt. Eine nachhaltige Erholung über den Widerstandsbereich bei 1,1450-1,1480 würde das technische Bild verbessern und den Bereich um 1,1550 eröffnen, während eine erneute Ablehnung die jüngsten Tiefs wieder in den Fokus rücken könnte.
Märkte richten Aufmerksamkeit auf Inflation und Fed-Guidance
Mit Blick nach vorn werden sich die Trader auf die anstehenden US-Inflationsdaten, die Kommunikation der Federal Reserve und weitere makroökonomische Veröffentlichungen konzentrieren, um festzustellen, ob die jüngste Dollarschwäche den Beginn eines breiteren Trends oder nur eine vorübergehende Korrektur markiert. Sollten die US-Daten weiterhin schwächeln, während die EZB eine relativ restriktive Haltung beibehält, könnte EUR/USD seine Erholung ausweiten. Umgekehrt dürften stärkere US-Wirtschaftsdaten die Nachfrage nach dem Dollar wiederbeleben und das Paar unter Druck halten, wie im Artikel EUR/USD testet Widerstand, da schwache US-Arbeitsmarktdaten den Dollar unter Druck setzen beschrieben wurde.
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