Nvidia-Aktie steigt um 1,2 %, da China den Weg für Bestellungen des H200-Chips frei macht
Am 26. Januar wird die Nvidia-Aktie bei 186,83 $ gehandelt, was einem Anstieg von 1,2 % in den letzten 24 Stunden entspricht. Die Aktie hat sich von der jüngsten Schwäche leicht erholt, bleibt aber weit von ihren November-Höchstständen entfernt. Nvidia verzeichnete im Januar eine erhöhte Volatilität.
Höhepunkte
- Nvidia-Aktien stiegen um 1,2 %, nachdem berichtet wurde, dass chinesische Unternehmen wie Alibaba und Tencent die Genehmigung erhalten haben, Bestellungen für H200-Chips vorzubereiten.
- Die technischen Indikatoren zeigen, dass sich die Aktie zwischen $180 und $195 konsolidiert, mit einem wichtigen Widerstand bei $200.
- Ein bestätigter Ausbruch oder Durchbruch aus diesem Bereich wird wahrscheinlich die kurzfristige Richtung vorgeben.
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Aus technischer Sicht hält sich die Nvidia-Aktie oberhalb der unmittelbaren Unterstützung nahe der 180 $-Marke, die mit dem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt übereinstimmt und über weite Strecken des Monats als Drehpunkt diente. Darunter dient die 175 $-Marke als stärkere Unterstützung, wobei die 170 $-Marke die entscheidende Untergrenze auf kurze Sicht darstellt.
Auf der Oberseite bildet sich ein Widerstand im Bereich zwischen 190 $ und 195 $. Ein nachhaltiger Anstieg über die 195 $-Marke würde die psychologische 200 $-Marke wieder ins Spiel bringen, gefolgt vom Dezember-Hoch bei 210 - 212 $. Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt von Nvidia liegt derzeit bei 185 $ und wird zum dritten Mal in zwei Wochen getestet. Ein entscheidender Durchbruch über diesen Durchschnitt würde das kurzfristige Momentum verbessern.

Kursdynamik der Nvidia-Aktie (November 2025 - Januar 2025). Quelle: TradingView
Die Momentum-Indikatoren bleiben uneinheitlich. Der Relative Strength Index (RSI) bewegt sich um 52, was auf eine neutrale Stimmung ohne unmittelbare überkaufte oder überverkaufte Bedingungen hinweist. Der MACD zeigt eine flache Linie, was auf einen Mangel an direktionaler Tendenz hindeutet. Auch das Volumen blieb in der vergangenen Woche relativ gedämpft, was darauf hindeutet, dass die institutionellen Käufer keine starken Käufe getätigt haben. Diese Bedingungen verdeutlichen, dass sich der Markt in einem Wartezustand befindet, in dem die Marktteilnehmer auf den nächsten Katalysator warten, um die kurzfristige Trendrichtung zu bestimmen.
Tauwetter bei Chipaufträgen in China hebt die Stimmung, aber die Unsicherheit bleibt bestehen
Chinas führende Technologieunternehmen - darunter Alibaba, Tencent und ByteDance - haben von den Behörden die Genehmigung erhalten, Bestellungen für Nvidias H200-Chips vorzubereiten. Diese Nachricht stellt eine Kehrtwende gegenüber früheren Schlagzeilen im Januar dar, wonach chinesische Aufsichtsbehörden H200-Lieferungen aufgrund von Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit blockiert hatten, obwohl die USA den Export genehmigt hatten.
Quellen zufolge hat das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie diesen Unternehmen die vorläufige Genehmigung erteilt, Bestellungen bei Nvidia und seinen Vertriebshändlern aufzugeben, wobei die endgültige Freigabe noch aussteht. Dieser Schritt wird von Analysten als möglicher Olivenzweig inmitten der allgemeinen Spannungen zwischen den USA und China im Technologiebereich angesehen, obwohl die vollständige Umsetzung noch ungewiss ist. Die Aktien von Nvidia kletterten nach dieser Nachricht um über 1 % und spiegelten damit die verbesserte Marktstimmung wider.
Analysten warnen jedoch davor, dass diese Begnadigung nur vorübergehend oder symbolisch sein könnte. Chinas allgemeiner politischer Vorstoß in Richtung Halbleiter-Unabhängigkeit hat sich nicht geändert, und es gibt keine formale Zusicherung, dass Nvidias Chips in großem Umfang geliefert werden. Anfang des Monats hatten chinesische Aufsichtsbehörden Rechenzentrumsfirmen aufgefordert, die Bestellungen von Nvidia-Chips zu stoppen, was Bedenken hinsichtlich der langfristigen Rentabilität der Einnahmequellen des Unternehmens in China aufkommen ließ. Der H200 unterliegt zwar nicht denselben Exportverboten wie die A100- oder H100-Chips, doch das regulatorische und geopolitische Umfeld bleibt unbeständig.
Schlüsselniveaus bei $180-$195 könnten über den nächsten Ausbruch oder Zusammenbruch von Nvidia entscheiden
Die Nvidia-Aktie nähert sich einem technischen Wendepunkt. Das Basisszenario sieht vor, dass sich die Aktie kurzfristig zwischen $180 und $195 konsolidiert, mit der Möglichkeit eines Ausbruchs, wenn die chinesischen H200-Zulassungen mit bedeutendem Volumen bestätigt werden. Sollte die Aktie die 195 $-Marke überwinden und die Dynamik über der 200 $-Marke aufrechterhalten, wäre ein erneuter Test der Novemberhochs zwischen 210 und 212 $ realistisch. Dieses zinsbullische Szenario würde eine Bestätigung durch ein verbessertes Volumen und fortgesetzte KI-Infrastrukturausgaben in Q1 erfordern.
Das Abwärtsszenario sieht vor, dass Nvidia unter $180 zurückfällt. Ein Durchbruch durch die 175 $-Unterstützung könnte beschleunigte Verkäufe auslösen und die 160 $-Marke in den Fokus rücken. Makrorisiken - wie steigende Anleiherenditen, weitere Tech-Restriktionen zwischen den USA und China oder schwächer als erwartete Gewinne - könnten diese Abwärtsbewegung katalysieren.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wies Nvidia-CEO Jensen Huang auf die massiven Infrastrukturinvestitionen hin, die zur Unterstützung des weltweiten KI-Wachstums erforderlich sind. Seine Aussage, dass die Ära der künstlichen Intelligenz "gerade erst beginnt", stärkte das Vertrauen des Marktes in die zentrale Rolle von Nvidia in der Zukunft der Technologie.
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