JPMorgan hebt Kursziel für Apple auf 315 Dollar an und sieht Aufwärtspotenzial für die Gewinne
JPMorgan geht davon aus, dass Apple in seinem ersten Geschäftsquartal besser abschneiden wird als erwartet, und verweist auf die unerwartet starke iPhone-Nachfrage und die niedrigeren Betriebskosten als Hauptfaktoren.
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Die Bank bekräftigte ihr "Overweight"-Rating und hob ihr Kursziel von $305 auf $315 an, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 27% gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht, berichtet CNBC.
JPMorgan ist der Ansicht, dass der Markt das kurzfristige Umfeld für die Veröffentlichung der Apple-Gewinnzahlen unterschätzt. In den letzten 12 Monaten ist die Apple-Aktie um 11 % gestiegen und liegt damit leicht hinter dem Anstieg des S&P 500 um 13,4 % zurück. Analyst Samik Chatterjee vertritt die Ansicht, dass dieser relative Rückstand einen attraktiveren Einstiegszeitpunkt geschaffen hat. Seiner Ansicht nach ist das Bewertungsumfeld auf dem Weg zu einem möglicherweise entscheidenden Abschnitt des Produktzyklus günstig.
iPhone-Nachfrage vs. Margenangst
Chatterjee sagte, dass die Aufmerksamkeit der Anleger von der Sorge um den Druck auf die Bruttomarge dominiert wurde, der hauptsächlich auf den starken Anstieg der Speicherkosten zurückzuführen ist. Er wies auch auf anhaltende Sorgen über die Preiselastizität des iPhones und schwächere Signale für das Wachstum der App Store Services innerhalb eines Quartals hin. Dennoch ist er der Meinung, dass die Daten, die auf eine robuste iPhone-Nachfrage hindeuten, stark genug waren, um die Unruhe zu kompensieren. JPMorgan hob hervor, dass Apple mit dem 30-fachen des Gewinns in den nächsten zwölf Monaten gehandelt wird, was unter dem typischen Höchstwert liegt, der zu Beginn großer iPhone-Zyklen zu beobachten ist.
Zum Vergleich: Chatterjee stellte fest, dass Apple vor der 5G-getriebenen iPhone-Upgrade-Welle eher mit dem 32-fachen gehandelt wurde. Diese Bewertungslücke in Verbindung mit der Erwartung eines bescheidenen Kursanstiegs unterstützt eine konstruktivere Einstellung zu den Ergebnissen. Insgesamt hält die Bank die Vorsicht des Marktes im Vergleich zu den Fundamentaldaten für möglicherweise übertrieben.
Nachlassende Kosten, Dienstleistungen immer noch ein entscheidender Faktor
JPMorgan erwartet, dass Apple in diesem Quartal sowohl die Gewinn- als auch die Umsatzschätzungen übertreffen wird, was auf die Stärke des iPhones und die unter der Prognose liegenden Betriebskosten zurückzuführen ist. Die Bank sieht ein ähnliches Muster im März-Quartal, was darauf hindeutet, dass die Dynamik über ein einziges Druckerzeugnis hinaus anhalten könnte. Chatterjee ist der Ansicht, dass sich die Auswirkungen der höheren Speicherkosten auf die Gewinnspanne im Laufe des Jahres als geringer erweisen könnten als befürchtet.
Bei den Dienstleistungen rechnet er mit einem Wachstum von etwa 7 % im Jahresvergleich, was unter der Apple-Prognose von 14 % liegen würde, so dass dieses Segment weiterhin im Fokus der Anleger steht. Dennoch betonte er, dass Apple über den App Store hinaus "mehrere Hebel" hat, die die Expansion der Dienste im Laufe der Zeit unterstützen können. Wenn sich diese Hebel in den Ergebnissen oder Prognosen deutlicher abzeichnen, könnte dies zu einer Neubewertung der Stimmung beitragen, selbst wenn das Wachstum im Dienstleistungsbereich kurzfristig uneinheitlich bleibt.
Kürzlich haben wir darüber berichtet, dass Präsident Donald Trump vor einem Gericht in Florida eine Klage in Höhe von 5 Mrd. USD eingereicht hat, in der er JPMorgan Chase und CEO Jamie Dimon beschuldigt, seine Konten geschlossen und die Bankdienstleistungen für etwa sieben Wochen nach den Unruhen im Kapitol am 6. Januar 2021 eingestellt zu haben, angeblich aus politischen Gründen und aus Gründen des guten Rufs.
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