WTI erholt sich nach Ausverkauf, während Abwärtsrisiken bestehen bleiben

WTI erholt sich nach Ausverkauf, während Abwärtsrisiken bestehen bleiben
Erdgas

WTI handelt weiterhin in der Nähe von Mehrwochentiefs um 76–77 $ pro Barrel und behält dabei eine bärische technische Struktur bei. Auf dem 4-Stunden-Chart bleiben die Preise unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten, und die jüngsten Gewinne beschränkten sich bisher auf eine technische Erholung. 

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Nach dem Durchbruch unter den Bereich von 80–81 $ behalten die Verkäufer die Kontrolle, wobei sich die unmittelbare Unterstützung im Bereich von 74–75 $ befindet. Eine anhaltende Bewegung unter diese Zone könnte den Weg für einen Rückgang in Richtung 72 $ und darunter ebnen.

Schwindende geopolitische Prämie belastet die Preise

Einer der Haupttreiber für die jüngste Schwäche war die Verringerung des geopolitischen Risikos für die Ölströme durch die Straße von Hormus nach diplomatischen Entwicklungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Infolgedessen hat der Markt nach und nach einen erheblichen Teil der geopolitischen Prämie eingepreist, die zuvor im Rohöl enthalten war. Verbesserte Schifffahrtsbedingungen in der Region haben die Sorgen über potenzielle Versorgungsunterbrechungen weiter gemildert.

Angebotswachstum rückt wieder in den Fokus

Anleger bewerten auch die Auswirkungen der Produktionssteigerungen der OPEC+, da die Gruppe ihre Strategie der schrittweisen Ausweitung der Fördermengen fortsetzt. Da die Risiken von Versorgungsunterbrechungen schwinden, hat sich die Aufmerksamkeit des Marktes wieder auf das Gleichgewicht zwischen globalem Angebot und Nachfrage verlagert. Mehrere Prognosen deuten darauf hin, dass der Ölmarkt in der zweiten Jahreshälfte in einen Überschuss geraten könnte, wenn das Produktionswachstum weiterhin das Nachfragewachstum übersteigt.

Wichtige Niveaus und Ausblick

Kurzfristig bleibt die Stimmung trotz der laufenden Erholung vorsichtig bärisch. Um den technischen Ausblick zu verbessern, muss WTI das Niveau von 80 $ zurückerobern und halten, das nun als erste wichtige Widerstandszone dient. Bis dahin bleibt das Basisszenario eines anhaltenden Drucks bestehen, mit dem Risiko eines erneuten Tests der jüngsten Tiefststände.

Händler werden die US-Rohöllagerdaten, den Ausblick für das globale Wirtschaftswachstum und weitere Signale der OPEC+ bezüglich künftiger Produktionspläne genau beobachten. Trotz der längerfristig optimistischen Nachfrageprognosen der OPEC wirken das steigende Angebot und die schwindende geopolitische Risikoprämie weiterhin als Gegenwind für die Ölpreise auf kurze Sicht, wie bereits in WTI bleibt unter Druck, da die geopolitische Risikoprämie schwindet erörtert.

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