WTI setzt seinen Rückgang nach einem deutlichen Rücksetzer von den jüngsten Höchstständen fort. Der Haupttreiber war die Neubewertung der geopolitischen Risiken im Nahen Osten durch den Markt nach Fortschritten bei den Verhandlungen mit dem Iran und der schrittweisen Normalisierung der Logistik durch die Straße von Hormus.
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Die verringerte Wahrscheinlichkeit größerer Versorgungsunterbrechungen hat zu einer schnellen Erosion der Risikoprämie geführt, die die Preise zuvor über 100 $ pro Barrel gestützt hatte.
Fundamentaler Hintergrund bleibt gemischt
Trotz des jüngsten Rückgangs kann der Markt noch nicht als rein bärisch bezeichnet werden. Die jüngsten EIA-Daten zeigten einen Rückgang der US-Rohölvorräte um 8,3 Millionen Barrel, was die Markterwartungen deutlich übertraf. Die Lagerbestände bleiben unter dem saisonalen Durchschnitt, während die Raffinerieauslastung weiterhin auf hohem Niveau liegt. Die positiven Auswirkungen der geringeren Bestände werden jedoch derzeit von den Erwartungen einer Erholung des Angebots der Golfproduzenten und einer schrittweisen Erhöhung der Produktion durch die OPEC+-Mitglieder überlagert, was Sorgen über ein höheres Angebot in der zweiten Jahreshälfte aufkommen lässt.
Technisches Bild deutet auf eine Verstärkung des Abwärtstrends hin
WTI wird derzeit bei etwa 74,5 $ gehandelt, nachdem mehrere wichtige Unterstützungsniveaus durchbrochen wurden. Der Preis hat sich fest unter die gleitenden Durchschnitte der 50-, 100- und 200-Perioden bewegt, die nun eine Widerstandszone zwischen 78 $ und 85 $ bilden. Die Marktstruktur bleibt eindeutig bärisch, mit einer Reihe von tieferen Hochs und tieferen Tiefs, während das Abwärtsmomentum stark bleibt. Die unmittelbare Unterstützung liegt im Bereich von 73–74 $, und ein Durchbruch darunter könnte die Tür in Richtung 70–72 $ öffnen. Um den aktuellen Druck zu mildern, müssten die Käufer die Kontrolle über die Zone von 78–80 $ zurückgewinnen.
Was als Nächstes zu beachten ist
In den kommenden Wochen werden die wichtigsten Markttreiber die US-Rohölbestandsdaten, das Tempo der Exportnormalisierung durch die Straße von Hormus und weitere Produktionsentscheidungen der OPEC+ bleiben. Händler werden auch alle Signale bezüglich der Rückkehr zusätzlicher iranischer Rohölmengen auf den Weltmarkt genau beobachten.
Vorerst deuten die fundamentalen Faktoren weiterhin auf einen schrittweisen Anstieg des Angebots hin, und das Basisszenario bleibt eines von anhaltendem Druck auf WTI mit dem Risiko weiterer Abwärtstests, wie im Artikel WTI markiert neue lokale Tiefs, da zurückkehrendes Angebot und schwindende geopolitische Risikoprämie die Preise belasten beschrieben, trotz anhaltender Spannungen in bestimmten Teilen des globalen Ölmarktes.
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