Intel springt dank Apple-Foundry-Hoffnungen: Kann INTC neue Höchststände erreichen?
Die Intel-Aktien stiegen um mehr als 8 %, nachdem Donald Trump erklärte, dass Apple bei der Chipentwicklung und -fertigung in den Vereinigten Staaten mit Intel kooperieren würde.
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Der Haupttreiber hinter der Rallye ist die Erwartung, dass Apple ein Großkunde von Intel Foundry werden könnte. Bisher haben jedoch weder Apple noch Intel detaillierte Bedingungen einer potenziellen Vereinbarung bekannt gegeben, und der Markt reagiert derzeit eher auf politische Aussagen und Erwartungen als auf bestätigte Fakten.
Eine Partnerschaft mit Apple könnte zu einem wichtigen Vertrauensbeweis für die Fertigungskapazitäten von Intel werden und potenziell erhebliche künftige Einnahmen generieren.
Sollte Apple sich letztlich dazu entscheiden, einen Teil seines Chip-Portfolios über Intel zu fertigen, könnte dies das Investment-Szenario für INTC stärken und das Vertrauen in die US-basierte Halbleiterproduktion erhöhen.
Dennoch bleiben mehrere wichtige Fragen unbeantwortet. Es ist noch unklar, welche Chips Intel in welchen Mengen fertigen könnte und wie schnell sich eine solche Partnerschaft in Umsatzwachstum niederschlagen würde.
Laut Barron's glauben einige Analysten, dass Apple die 18A-P-Prozesstechnologie von Intel für zukünftige Chips evaluieren könnte. Dennoch bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit von Intel, mit TSMC in Bezug auf Yield (Ausbeute) und Fertigungseffizienz zu konkurrieren.

INTC nähert sich Rekordhoch bei steigendem Momentum
Das in der vorherigen Analyse skizzierte Szenario hat sich voll erfüllt. Nach dem Ausbruch über die obere Begrenzung eines bullischen Flaggenmusters und dessen erfolgreichem Retest haben die Intel-Aktien ihr Aufwärtsmomentum fortgesetzt.
Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass INTC heute ein neues Allzeithoch erreichen wird.
Jenseits dieses Punktes wird die Kursentwicklung wahrscheinlich weitgehend von psychologischen Marken getrieben, wobei 150 $ das nächste große Ziel darstellt.
Anleger sollten jedoch extrem vorsichtig bleiben. Die Aktie notiert derzeit mehr als 137 % über ihrem einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (SMA), während der RSI (14) eine bärische Divergenz gebildet hat.
Sollte sich die gemutmaßte Partnerschaft mit Apple nicht bewahrheiten, könnte die Aktie eine deutliche Korrektur erfahren. In diesem Szenario wird der 50-Tage-SMA nahe 100 $ zu einem potenziellen Abwärtsziel.
Intel muss seine Turnaround-Story noch beweisen
Trotz des starken nachrichtengesteuerten Momentums bleiben die fundamentalen Risiken von Intel bestehen.
Das Unternehmen konkurriert weiterhin mit TSMC im Markt für Auftragsfertigung, und Investoren haben bisher keinen definitiven Beweis dafür erhalten, dass Intel Foundry die Produktion für Großkunden skalieren und dabei attraktive Gewinnmargen beibehalten kann.
Zudem basiert ein Teil der jüngsten Rallye bereits auf Erwartungen politischer Unterstützung und potenzieller strategischer Partnerschaften. Dies macht die Aktie anfällig für Verzögerungen, Klarstellungen oder weniger ambitionierte Details bezüglich einer künftigen Vereinbarung mit Apple.
Die aktuelle Rallye erscheint aus Momentum-Sicht gerechtfertigt, aber für weiteres Aufwärtspotenzial sind konkrete Beweise in Form von Produktionsaufträgen, Zeitplänen für die Fertigung, sich verbessernden Margen und der Nachweis erforderlich, dass Intels Prozesstechnologie im großen Maßstab effektiv konkurrieren kann.
Gegenwärtig bleibt Intel eine der fesselndsten Turnaround-Storys im Halbleitersektor. Nach einer so starken Rallye ist die Aktie jedoch zunehmend anfällig für Gewinnmitnahmen.
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