Chinas Metallboom offenbart Risiken durch Hebelwirkung und Plattformbelastung

Chinas Metallboom offenbart Risiken durch Hebelwirkung und Plattformbelastung
Chinesische Käufe treiben Gold und Silber weit über den Weltmarktpreis

Chinesische Investoren stürzen sich auf eine historische Rallye bei Edelmetallen und treiben die lokalen Gold- und Silberpreise weit über die internationalen Benchmarks.

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Der Goldpreis stieg in dieser Woche über die Marke von $ 5.300 pro Unze, während der Silberpreis in nur vier Wochen um rund 60 % gestiegen ist, was auf die Schwäche des Dollars und das Misstrauen der Anleger gegenüber staatlichen Währungen und Anleihen zurückzuführen ist, berichtet Yahoo Finance.

In China sind die Preise nach Abzug der Steuern sogar noch höher, was auf die starke Binnennachfrage zurückzuführen ist. Diese Begeisterung ist jedoch zunehmend spekulativ und fremdfinanziert, was sowohl die Gewinne als auch die Risiken erhöht. Behörden und Fondsmanager warnen nun davor, dass die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Rallye die Gefahr eines scharfen Umschwungs mit sich bringen. Der Anstieg macht deutlich, wie schnell der Enthusiasmus der Anleger einen makroökonomischen Trend in eine potenziell instabile Blase verwandeln kann.

Plattformstress zeigt Risiken des fremdfinanzierten Handels auf

Die Risiken wurden in Shenzhen sichtbar, wo die Behörden eine spezielle Task Force zur Überwachung einer lokalen Goldhandelsplattform bildeten, nachdem die Anleger Schwierigkeiten hatten, ihre Gelder abzuziehen. Berichten zufolge versammelten sich rund 100 Nutzer in den Büroräumen des Unternehmens, was die zunehmenden Spannungen angesichts des Preisanstiegs unterstrich.

Die Plattform ermöglichte es den Anlegern, künftige Goldpreise mit nur einem Vierzigstel des Kassapreises als Marge zu sichern, was effektiv eine bis zu 40-fache Hebelwirkung bot. Solche Strukturen erfordern ein solides Hedging und Liquiditätsmanagement, was bei extremen Preisschwankungen immer schwieriger wird. Ähnliche Probleme sind in dem dichten Netz kleiner und mittelgroßer Edelmetallhändler in Shenzhen aufgetaucht. Branchenverbände haben bereits vor Zahlungsausfällen und Lieferverzögerungen gewarnt, was darauf hindeutet, dass die derzeitigen Turbulenzen kein Einzelfall sind.

Fonds schalten sich ein, da die Prämien gefährliche Höhen erreichen

Der spekulative Anstieg hat sich auch auf börsengehandelte Produkte ausgeweitet und zwingt die Fondsmanager, einzugreifen. Chinas einziger reiner Silberfonds stellte kurzzeitig den Handel ein und nahm keine neuen Anleger mehr auf, als die Prämien in die Höhe schnellten. Der UBS SDIC Silver Futures Fund hat wiederholt Risikowarnungen herausgegeben, da seine Prämie gegenüber den zugrunde liegenden Kontrakten auf rund 36 % gestiegen ist, ein Niveau, das er als untragbar bezeichnet.

Die Fondsmanager warnten davor, dass den Anlegern bei einer plötzlichen Preisumkehr erhebliche Verluste drohen könnten. Andere auf Gold spezialisierte Fonds haben in ähnlicher Weise Zeichnungen geschlossen, um die Nachfrage abzukühlen. Zusammengenommen signalisieren diese Maßnahmen die wachsende Besorgnis, dass die Rallye zwar von makroökonomischen Kräften unterstützt wird, aber auf Einzelhandelsebene eine gefährliche Überhitzung erreicht hat.

Kürzlich schrieben wir, dass sich der Anstieg des Silberpreises beschleunigt hat, obwohl die traditionellen westlichen Anlageströme abflauen, was die überragende Rolle unterstreicht, die China jetzt auf dem Markt spielt.

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