US Dollar Index Prognose: Schwache Einzelhandelsumsätze und Konjunkturdaten bilden Todeskreuz

US Dollar Index Prognose: Schwache Einzelhandelsumsätze und Konjunkturdaten bilden Todeskreuz
U.S. Dollar Index erreicht Fünfmonatstief in einer ausgedehnten Verlustserie.

Der U.S. Dollar Index (DXY) hat seine Verlustserie zum dritten Mal in Folge ausgeweitet und ist am Dienstag während des europäischen Handels um 0,38% gefallen, um ein neues Fünfmonatstief bei 102,83 zu erreichen.

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Dieser Rückgang folgt auf eine breitere Handelsspanne zwischen 103,70 und 102,80 in den letzten sechs Handelstagen. Da die technischen Indikatoren jedoch Warnsignale aussenden und die wichtigsten Wirtschaftsdaten ein gemischtes Bild zeichnen, bleibt die weitere Entwicklung des Dollars ungewiss.

Aus technischer Sicht hat der jüngste Rückgang zu einem rückläufigen Crossover zwischen dem 50- und dem 100-Tage-Exponential-Moving-Average (EMA) geführt, das als "Todeskreuz" bezeichnet wird. Diese Entwicklung deutet in der Regel auf einen sich verstärkenden Abwärtstrend hin und weckt Bedenken hinsichtlich einer weiteren Schwäche des Dollars. Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf dem Tages-Chart ist jedoch in den überverkauften Bereich vorgedrungen, was auf das Potenzial für eine kurzfristige Erholung in Richtung 103,70 oder eine längere Konsolidierungsphase hindeutet, bevor sich eine weitere Richtung abzeichnet.

Preisdynamik des DXY (Dezember 2024 - März 2025). Quelle: TradingView.

Schwache Verbraucherausgaben und Geschäftsbedingungen belasten den Dollarausblick

Auch die Fundamentaldaten haben den Dollar belastet. Der jüngste Bericht über die Einzelhandelsumsätze in den USA zeigte einen enttäuschenden monatlichen Anstieg von 0,2 %, der weit unter den Prognosen von 0,6 % und deutlich unter dem vorherigen Wert von 1,2 % lag. Dies deutet auf eine Abschwächung der Verbraucherausgaben hin, die eine wichtige Triebkraft der US-Wirtschaft darstellen. Darüber hinaus fiel der Empire State Index für das verarbeitende Gewerbe auf -20,0, womit die Erwartungen von -1,9 drastisch verfehlt wurden und ein starker Rückgang gegenüber dem vorherigen Wert von 5,7 zu verzeichnen war. Ein Wert unter Null ist Ausdruck einer sich verschlechternden Geschäftslage, was die rückläufige Stimmung beim Dollar weiter verstärkt.

Da die Wirtschaftsindikatoren Anzeichen für eine Verlangsamung des Wachstums zeigen und die technischen Muster auf eine anhaltende Schwäche hindeuten, steht der Dollar vor einer kritischen Herausforderung bei der Unterstützungsmarke von 102,80. Ein Durchbruch unter diese Schwelle könnte die Tür für tiefere Verluste öffnen, während eine Erholung über 103,70 den Verkaufsdruck vorübergehend verringern könnte. Händler werden die anstehenden Wirtschaftsdaten und die Kommentare der US-Notenbank genau beobachten, um weitere Anhaltspunkte für die Entwicklung des Dollars zu erhalten.

Der Dollar schwächte sich ab, da die Anleger davon ausgingen, dass die Fed die Zinsen bei 4,25 %-4,50 % belassen würde. Der DXY fiel unter 103 und erreichte mit 102,9 ein Fünfmonatstief, bevor er sich kurzzeitig auf 103,7 erholte.

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