Goldpreis erholt sich trotz stärkerem Dollar und Spannungen im Nahen Osten
Die Goldpreise stiegen nach einem starken Rückgang in der vorangegangenen Sitzung an, da die Anleger in den Markt eintraten, um die Kursverluste zu kompensieren. Die Erholung erfolgte inmitten der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten, die die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhöht haben.
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Nach Angaben von Bloomberg legte der Goldpreis um etwa 2,3 % zu und machte damit die Verluste vom Dienstag teilweise wieder wett. Die Händler wägen weiterhin die geopolitischen Risikoprämien mit dem erstarkenden US-Dollar ab, der die ganze Woche über gestiegen ist.
Geopolitische Risiken und Druck durch den Dollar
Der Anstieg des Goldpreises erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konflikt im Nahen Osten in seinen fünften Tag geht, was traditionell das Interesse an sicheren Anlagen erhöht. Die Gewinne des Metalls wurden jedoch durch einen stärkeren Dollar und steigende Renditen von US-Staatsanleihen begrenzt.
Der US-Dollar-Index ist weiter gestiegen, was den Goldpreis in der Regel belastet, da er das Metall für Käufer in anderen Währungen verteuert. Gleichzeitig sind die Renditen der US-Staatsanleihen gestiegen, was die Attraktivität von Gold, das keine Zinserträge bringt, verringert.
Analysten von BMO Capital Markets, darunter Helen Amos, stellten fest, dass der starke Rückgang des Goldpreises am Dienstag die Märkte überraschte, da das Metall zunächst von der Nachfrage nach sicheren Häfen profitierte. Zu der Korrektur kam es, als die steigenden Renditen der Staatsanleihen, der stärkere US-Dollar und die erzwungenen Liquidationen von Anlegern, die nach dem Ausverkauf von Aktien ihren Nachschusspflichten nachkommen wollten, die Eigenschaften von Gold als sicherer Hafen überwogen.
Dip-Käufer stützen den Markt
Trotz der kurzfristigen Volatilität bleibt die Nachfrage nach Gold stark. Nach der jüngsten Korrektur stiegen die Käufer in den Markt ein, um von den niedrigeren Preisen zu profitieren, und halfen dem Metall, einen Teil seiner Verluste wieder aufzuholen.
Der Goldpreis wird weiterhin durch die anhaltende weltweite Unsicherheit gestützt, zu der geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und die Sorge um die Unabhängigkeit der US-Notenbank gehören.
Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um rund 20 % gestiegen und erreichte Ende Januar ein Rekordhoch von über $ 5.595 pro Unze. Dies zeigt das anhaltende Interesse der Anleger an Gold als Wertaufbewahrungsmittel in Zeiten der Instabilität.
Signale für die globalen Märkte
Die Entwicklung des Goldpreises spiegelt eine komplexe Kombination von Faktoren wider, die die Finanzmärkte beeinflussen. Einerseits unterstützen geopolitische Spannungen und Inflationsrisiken die Nachfrage nach sicheren Anlagen. Andererseits begrenzen der stärkere Dollar und die steigenden Anleiherenditen weitere Kursgewinne.
Zusätzlicher Druck auf die Märkte entstand durch den starken Anstieg der Energiepreise, der die Besorgnis über eine breitere Inflation verstärkt hat. Infolgedessen haben einige Händler ihre Erwartungen hinsichtlich einer Lockerung der Geldpolitik zurückgeschraubt, was sich ebenfalls auf den Goldpreis auswirkt.
Die künftige Entwicklung des Goldpreises wird weitgehend von den Entwicklungen im Nahen Osten, der Stärke des US-Dollars und den Zinsentscheidungen der Zentralbanken abhängen.
Wir haben auch darüber informiert, dass die Märkte in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach der Schließung infolge der iranischen Streiks niedriger eröffnen.
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