Der Goldpreis fällt auf 4.629 $ zurück, nachdem die unveränderte Geldpolitik der Fed und der Ölpreisschock den makroökonomischen Druck verstärken

Der Goldpreis fällt auf 4.629 $ zurück, nachdem die unveränderte Geldpolitik der Fed und der Ölpreisschock den makroökonomischen Druck verstärken
Der Goldpreis blieb unter Druck, da der höhere Ölpreis und die unentwegte Fed den Handel mit sicheren Häfen trübten.

Gold (XAU/USD) gab am Donnerstag, den 19. März, erneut nach und wurde in der Nähe der Marke von $ 4.630 gehandelt, da die Händler auf ein schwierigeres Zinsumfeld einen Tag nach der Aussetzung der US-Notenbank reagierten. Das Metall war nicht in der Lage, den geopolitischen Stress in ein dauerhaftes Angebot umzuwandeln, da steigende Energiekosten und festere Zinserwartungen das Geld stattdessen von nicht verzinslichen Anlagen abzogen.

Höhepunkte

  • Der Spot-Goldpreis bleibt bei 5.006 $, da der Markt die Stärke der aktuellen Preisuntergrenze testet.
  • Die Zinserwartungen für den Bereich von 3,50 % bis 3,75 % bleiben mit einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 99 % unverändert.
  • Die Rohölpreise der Sorte Brent, die weiterhin über 100 $ liegen, haben die Inflationsaussichten erschwert und dem US-Dollar Auftrieb gegeben.

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Gold drückt nun gegen einen Bereich, der wichtig ist. Der Rückgang in Richtung 4.629 $ hat den Markt in die Nähe seines schwächsten Niveaus seit Anfang Februar gebracht, und die Stimmung bleibt nach einer Reihe von stetigen Tagesverlusten schwer.

Das Chartbild sieht nicht mehr nach einer Pause innerhalb eines Aufwärtstrends aus. Es sieht eher nach einem Markt aus, der immer noch an Länge verliert, wobei die Erholungen kurz bleiben und Verkäufer auftauchen, bevor sich der Preis wieder über dem nahe gelegenen Widerstand um 4.700 $ erholen kann.

Auch das Momentum scheint eher müde als ausgelaugt zu sein. Sollte der Goldpreis die 4.600 $-Zone deutlich nach unten verlassen, könnte der nächste interessante Punkt näher bei 4.500 $ liegen. Um den Druck zu verringern, benötigen die Bullen wahrscheinlich zunächst eine Erholung über den Bereich von 4.700 bis 4.750 $.

Dynamik des Goldpreises (Februar-März 2026). Quelle: TradingView.

Die Logik des sicheren Hafens trifft auf die Zinsrealität

Normalerweise würde ein geopolitischer Schock dieses Ausmaßes dem Goldpreis einen saubereren Auftrieb verleihen. Diesmal war die Reaktion komplizierter, weil derselbe Konflikt, der die Nachfrage nach Sicherheit anheizt, auch den Ölpreis stark ansteigen lässt und die Inflationsangst wieder aufleben lässt.

Dadurch ist die Zinsthematik weiterhin in den Vordergrund gerückt. Da die Fed ihre Politik bei 3,50 % bis 3,75 % beibehält und keine Eile zeigt, die Zinssätze zu lockern, sind die Opportunitätskosten für die Haltung von Goldbarren immer schwerer zu ignorieren.

Die allgemeine Entwicklung bei den verschiedenen Vermögenswerten hat diesen Druck noch verstärkt. Die Preise für Energie sind weltweit sprunghaft angestiegen. Die globale Risikobereitschaft hat sich abgeschwächt, und die Märkte haben begonnen, sich auf eine Welt einzustellen, in der die Zentralbanken möglicherweise länger restriktiv bleiben müssen, als viele noch vor wenigen Wochen gehofft hatten.

Was sich als nächstes ändern könnte

Ein Stabilisierungsszenario ist immer noch denkbar. Wenn der Ölpreis einen Teil seines jüngsten Anstiegs zurückgibt und die Preise für Staatsanleihen beginnen, einen weniger bedrohlichen Inflationsimpuls widerzuspiegeln, könnte sich der Goldpreis erholen und sich wieder in Richtung 4.700 $ bewegen, wobei eine stärkere Erholung den Weg in den Bereich von 4.800 $ ebnen könnte.

Der umgekehrte Weg ist im Moment leichter zu erkennen. Wenn die Energiepreise weiterhin hoch bleiben und die Händler den Zeitpunkt der geldpolitischen Lockerung weiter hinausschieben, könnte der Goldpreis unter Druck bleiben, wobei ein Durchbruch unter 4.600 $ eine tiefere Bewegung in Richtung 4.500 $ ermöglichen würde.

Der derzeitige Goldmarkt wirkt wie ein Patt. Während die geopolitischen Spannungen die Menschen davon abhalten, Gold vollständig zu verkaufen, verhindern die hohen Kosten für das Halten von Gold in einem Hochzinsumfeld, dass sich eine ernsthafte Erholung durchsetzt.

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