Goldpreis stabilisiert sich bei 5.025 $ angesichts der Zurückhaltung der Fed
Der Goldpreis (XAU/USD) hielt sich am Montag im Bereich der 5.000er-Marke und hatte offensichtlich Mühe, nach den Turbulenzen der letzten Woche wieder Fuß zu fassen. Die Sitzung vom 16. März glich eher einer Suche nach einem Boden als einer Erholung, da die Händler untätig blieben. Angesichts der Tatsache, dass Bargeld und Renditen immer noch ein besseres Angebot darstellen, scheint es niemand eilig zu haben, große Wetten auf Goldbarren abzuschließen.
Höhepunkte
- Der Goldpreis klammert sich an die 5000er-Marke, nachdem eine Verkaufswelle die jüngsten Gewinne zunichte gemacht hat.
- Der US-Dollar bleibt in der Nähe seines Höchststandes von 2026, was Gold für die meisten Käufer weltweit teuer macht.
- Die Tatsache, dass der Brent-Rohölpreis über 100 liegt, hat die Inflationsbefürchtungen hoch gehalten, aber noch keine Goldrallye ausgelöst.
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Das technische Setup für Gold ist nach dem Durchbruch unter 5100 vorsichtig geworden. Im Moment ist der Markt an der 5000er-Marke verankert, die für Händler eine wichtige psychologische Grenze darstellt. Wenn der Goldpreis diese Marke nicht halten kann, könnte es zu einem schnelleren Rückgang in Richtung 4850 kommen, wo Ende letzten Jahres mehr Käufer aktiv waren.
Jedes Mal, wenn der Preis versucht, sich zu erholen, scheint er auf eine Verkaufsmauer um 5130 zu stoßen. Dieser Bereich war früher eine sichere Zone für die Bullen, aber jetzt wirkt er wie ein schwerer Deckel auf dem Markt. Um wieder in Schwung zu kommen, muss der Goldpreis die Hürde von 5130 Punkten überwinden und sich dort halten, sonst wird der jüngste Schaden die Stimmung weiter belasten.
Kurzfristige Indikatoren zeigen, dass der Markt nach unten hin etwas überdehnt ist, was normalerweise auf eine Erleichterung hindeutet. Allerdings waren diese Erholungen in letzter Zeit nur von kurzer Dauer. Ohne eine Unterbrechung der Gewinnserie des Dollars betrachten die meisten Händler diese kleinen Erholungen eher als eine Chance zum Ausstieg denn als ein Signal zum Wiedereinstieg.

Dynamik des Goldpreises (Februar-März 2026). Quelle: TradingView.
Renditen und Öl schaffen ein schwieriges Umfeld
Das wichtigste Thema für Gold ist derzeit die Stärke des US-Dollars. Da der Dollar neue Höchststände im Jahr 2026 erreicht hat, sieht sich Gold mit massivem Gegenwind konfrontiert, der einen Großteil der Nachfrage nach sicheren Häfen ausgleicht, die wir normalerweise bei globalen Spannungen beobachten. Die Zentralbanken halten ihre Positionen noch immer, aber die aggressiven Käufe, die zu Beginn des Jahres zu beobachten waren, haben sich abgekühlt.
Auch die jüngsten Inflationsdaten sprechen nicht für eine schnelle Erholung. Da sich die Preise nicht so schnell abkühlen wie erwartet, ist die Hoffnung auf niedrigere Zinssätze in weite Ferne gerückt. Dies hält die Renditen von Staatsanleihen stabil, und da Gold keine Zinsen zahlt, hat es es schwer, mit Staatsanleihen um die Aufmerksamkeit der Anleger zu konkurrieren.
Die Energiekosten sind ein weiterer Teil des Puzzles. Da die Ölpreise aufgrund der Situation an der Straße von Hormuz immer noch unter Druck stehen, rechnet der Markt mit einer "klebrigen" Inflation. Normalerweise wäre dies die Zeit, in der Gold als Absicherung glänzen könnte, aber im Moment schaden die hohen Zinssätze, mit denen diese Inflation bekämpft werden soll, dem Gold mehr als die Inflation selbst ihm hilft.
Beobachten Sie die 5000er-Linie für die nächste Bewegung
Sollte sich die Lage an den Devisenmärkten wieder beruhigen und der Dollar nachgeben, könnte der Goldpreis ziemlich schnell wieder den Widerstand bei 5130 Punkten testen. Eine solche Bewegung würde zwar nicht alles in Ordnung bringen, aber sie würde zeigen, dass der jüngste Ausverkauf nur eine vorübergehende Erschütterung und nicht der Beginn einer langfristigen Talfahrt war.
Auf der anderen Seite würde ein klarer Durchbruch unter 5000 wahrscheinlich eine neue Runde von Verkäufen auslösen. In diesem Fall würde sich der Schwerpunkt von einer Erholung auf die Suche nach einem viel tieferen Boden verlagern. In diesem Szenario würde Gold nach Unterstützung durch langfristige physische Käufer suchen, um das Ausbluten zu stoppen.
Der derzeitige Goldmarkt gleicht einem Patt. Während die geopolitischen Schlagzeilen die Menschen davon abhalten, Gold vollständig zu verkaufen, verhindern die hohen Kosten für das Halten von Gold in einem Hochzinsumfeld eine ernsthafte Erholung.
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