Mercedes-Benz baut Stellen über Abfindungsprogramm in Deutschland ab

Mercedes-Benz baut Stellen über Abfindungsprogramm in Deutschland ab
Stellenabbau bei Mercedes-Benz

Nach Angaben des Handelsblatts verlassen im Rahmen des Sparprogramms „Next Level Performance“ zwischen April 2025 und Ende März 2026 rund 5.500 Beschäftigte Mercedes-Benz in Deutschland freiwillig. Der Stellenabbau erfolgt trotz Beschäftigungssicherung bis Ende 2034, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Das Programm richtet sich an etwa 40.000 Mitarbeiter außerhalb der Produktion, vor allem in Verwaltung, Entwicklung und IT.

Höhepunkte

  • Mercedes-Benz bietet Abfindungen von mehr als 500.000 Euro für langjährige Mitarbeiter, da betriebsbedingte Entlassungen nicht möglich sind.
  • Das Abfindungsprogramm ist Teil eines Sparpakets, mit dem Mercedes-Benz bis 2027 dauerhaft 5 Milliarden Euro einsparen will, davon 1 Milliarde Euro durch Personalabbau.
  • Im Jahr 2025 schließt Mercedes-Benz mehrere deutsche Standorte und verlagert ab dem zweiten Quartal 2026 die A-Klasse-Produktion von Rastatt nach Kecskemét, Ungarn.

Abfindungsprogramm stützt Sparziel bis 2027

Abfindungsprogramm Mercedes-Benz setzt beim Personalabbau auf hohe finanzielle Anreize, weil Entlassungen gegen den Willen der Beschäftigten nicht möglich sind. Laut Handelsblatt können langjährige Mitarbeiter Abfindungen von mehr als 500.000 Euro erhalten. Als Beispiele nennt der Bericht einen 55-jährigen Teamleiter mit rund 9.000 Euro Monatsgehalt und 30 Jahren Betriebszugehörigkeit sowie eine 45-jährige Sachbearbeiterin mit 20 Jahren im Unternehmen, die demnach auf mehr als 300.000 Euro kommt.

Kostensenkung erfasst Standorte und Strukturen

Die Abfindungen sind Teil eines umfassenderen Sparpakets, mit dem Mercedes-Benz bis 2027 dauerhaft 5 Milliarden Euro einsparen will. Allein durch den Personalabbau sollen rund 1 Milliarde Euro eingespart werden. Nach den vorliegenden Angaben will der Konzern die Laufzeit des Programms nicht verlängern, bezeichnet die Umsetzung aber als erfolgreich, auch wenn es intern laut Handelsblatt heißt, das Ergebnis bleibe hinter den Erwartungen.

Verlagerungen erhöhen den Druck auf den Konzernumbau

Der Sparkurs beschränkt sich nicht auf Stellen in Deutschland. Im Jahr 2025 schließt Mercedes-Benz mehrere Standorte, darunter Koblenz, Mainz, Dortmund, Neu-Ulm und Lübeck. Zudem berichtet Reuters, dass die Produktion der A-Klasse ab dem zweiten Quartal 2026 vom Werk Rastatt nach Kecskemét in Ungarn verlagert werden soll.

Wir berichteten zuvor über die technische Preisanalyse der BMW-Aktie, die trotz Tagesgewinnen nur eine begrenzte bullische Tendenz zeigte. Dabei wurden überkaufte Signale und zentralen Marken wie Unterstützung um 81,43 € sowie Widerstand bei 85,00 € hervorgehoben, während das Basisszenario eine Seitwärtsphase zwischen 80,00 € und 85,00 € blieb. Diese Einordnung liefert den Markt-Kontext, vor dem sich aktuelle Meldungen aus der deutschen Autoindustrie lesen lassen.

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