Japans Nikkei-Index stieg zum ersten Mal über 69.700 Punkte. Am Montag erreichte er ein Intraday-Hoch von 69.705 Punkten und legte im Zuge einer Börsenrallye nach der Bekanntgabe eines US-Iran-Abkommens zur Beendigung des Krieges um mehr als 5 % zu.
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Laut TradingView gewann der Index an einem einzigen Tag rund 465 Milliarden Dollar an Marktwert hinzu. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte der Nikkei bei rund 69.300 Punkten.
US-Iran-Abkommen stützt die Aktienmärkte
Die Ankündigung von Präsident Donald Trump über eine Einigung zur Beendigung des Konflikts steigerte die Nachfrage nach Aktien. Das Abkommen sieht das Ende der US-Seeblockade gegen den Iran und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor, einer der wichtigsten Routen für Öltransporte.
Es wird erwartet, dass das Dokument am Freitag in der Schweiz unterzeichnet wird. Die Ölpreise fielen nach der Nachricht: West Texas Intermediate sank um etwa 4,6 %, während Brent um rund 5 % nachgab.
Aktienmärkte und Kryptowährungen legten im Gegensatz dazu zu. US-Aktienfutures stiegen kräftig: Kontrakte auf den Dow Jones Industrial Average gewannen 342 Punkte oder 0,7 %. S&P 500-Futures stiegen um 0,9 %, während Nasdaq 100-Futures mit einem Plus von 1,4 % den stärksten Zuwachs verzeichneten.
Die asiatischen Märkte verzeichneten die größten Bewegungen. Südkoreas KOSPI führte die Region mit einem Plus von 5,46 % an. Japans Topix stieg um 3,3 %.
Auch der Markt für digitale Vermögenswerte schloss sich der Rallye an. Die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung stieg um fast 2 %, während sich Bitcoin (BTC) der Marke von 66.000 $ näherte.
Was der Nikkei zeigt
Der Nikkei 225 ist Japans wichtigster Aktienindex. Er umfasst 225 der größten und am aktivsten gehandelten Unternehmen des Landes, darunter Toyota, Sony, Nintendo, SoftBank und andere Großkonzerne. Anleger nutzen ihn, um den Zustand des japanischen Marktes zu bewerten: Wenn der Nikkei steigt, deutet dies in der Regel auf eine stärkere Nachfrage nach japanischen Aktien und eine höhere Risikobereitschaft in der Region hin.
Doch der Nikkei ist über Japan hinaus von Bedeutung. Der japanische Markt ist eng mit den globalen Kapitalströmen verknüpft, insbesondere über den Yen und den Carry Trade – eine Strategie, bei der Anleger Geld in Japan zu niedrigen Zinsen leihen und es in höher rentierliche Vermögenswerte im Ausland investieren. Deshalb kann ein starker Anstieg oder Fall des Nikkei nicht nur lokale Erwartungen für japanische Unternehmen widerspiegeln, sondern auch die allgemeine Stimmung der Anleger gegenüber Aktien, Rohstoffen, Kryptowährungen und anderen Risikoanlagen weltweit.
Zur Erinnerung: Zu Beginn des Jahres lag der Nikkei 225 noch unter 54.000.
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