Pfund Sterling-Kurs erholt sich in Richtung 1,28 $, da die dovishe Wende der Fed die Befürchtungen über Trump-Zölle abschwächt
Das britische Pfund erholte sich und notierte am Dienstag im europäischen Handel unter 1,28 $, nachdem es am Montag auf ein Monatstief von 1,2708 gefallen war. Die Erholung von GBP/USD spiegelt die allgemeine Schwäche des US-Dollars wider, die durch die zunehmenden Markterwartungen, dass die Federal Reserve die Zinssenkungen bereits im Juni wieder aufnehmen könnte, angetrieben wird.
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Der US-Dollar-Index (DXY) fiel auf 102,90 und machte damit seine kurze Erholung vom Ende der letzten Woche wieder rückgängig.Die Märkte preisen nun die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed im Juni fast vollständig ein, da die Befürchtungen zunehmen, dass die aggressive Zollpolitik von Präsident Donald Trump eine Rezession auslösen könnte. Goldman Sachs erhöhte als Reaktion auf die eskalierenden Handelsspannungen die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA von 35 % auf 45 %. Fed-Vertreter haben sich besorgt geäußert, wobei der Präsident der Chicagoer Fed, Austan Goolsbee, feststellte, dass der weitere Weg angesichts des Risikos einer Stagflation und handelspolitischer Vergeltungsmaßnahmen seitens wichtiger globaler Partner ungewiss bleibt.
GBP/USD-Preisdynamik (Februar 2025 - April 2025) Quelle: TradingView.
Wachsende Risiken für das Vereinigte Königreich, da Zölle die inländische Wettbewerbsfähigkeit bedrohen
Die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs ist durch den Handelskrieg zwischen den USA und China zunehmend gefährdet, da befürchtet wird, dass chinesische Waren die globalen Märkte überschwemmen und britische Unternehmen preislich unterbieten könnten. Der britische Premierminister Keir Starmer bekräftigte die Notwendigkeit, die heimische Industrie zu schützen, und erklärte, die Regierung sei bereit, mit einer Industriepolitik zu reagieren.
Die eskalierenden Handelsspannungen haben auch die Zinserwartungen im Vereinigten Königreich verschoben. Die Märkte rechnen nun mit 88 Basispunkten für eine Zinssenkung der Bank of England bis Dezember - ein deutlicher Anstieg gegenüber 43 Basispunkten vor nur zwei Wochen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Mai ist auf 90 % gestiegen, was die Sorge widerspiegelt, dass die britische Wirtschaft in einen breiteren globalen Abschwung hineingezogen werden könnte.
Zu beachtende technische Niveaus
Die GBP/USD-Paarung wird unter ihrem 20-Tages-EMA von 1,2887 gehandelt, was darauf hindeutet, dass der kurzfristige Trenddruck weiterhin rückläufig ist. Der 14-Tages-RSI liegt nahe bei 40, einem Schlüsselwert, der einen weiteren Abwärtstrend auslösen könnte, wenn er durchbrochen wird. Auf der Unterseite liegt die Unterstützung bei 1,26 und der Widerstand bei der psychologischen Marke von 1,3000.
In unserer früheren GBP-Berichterstattung wiesen wir darauf hin, dass das Paar, wenn es sich nicht über der 1,3 $-Marke halten kann, einem tieferen Abwärtstrend ausgesetzt wäre. Da die tarifbedingten Risiken nun sowohl die Aussichten in den USA als auch in Großbritannien belasten, wird die Richtung des Pfunds von den Inflationsdaten aus den USA und den BIP-Daten aus Großbritannien im Laufe dieser Woche abhängen.
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