US-Rohöl bleibt unterstützt, da geopolitische Spannungen die Angebotslage weiter belasten

US-Rohöl bleibt unterstützt, da geopolitische Spannungen die Angebotslage weiter belasten
USCRUDE

​WTI-Rohöl wird weiterhin über der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel gehandelt und steht nach wie vor unter dem Einfluss des größten geopolitischen Schocks für den Ölmarkt seit Jahrzehnten. Der Haupttreiber bleibt die anhaltende Krise rund um die Straße von Hormus, durch die etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung verlaufen. 

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Trotz gelegentlicher Signale über mögliche Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran preist der Markt weiterhin ein hohes Risiko für Angebotsunterbrechungen ein und hält eine erhebliche geopolitische Risikoprämie aufrecht. Laut IEA haben sich die kumulierten Angebotsverluste bereits auf über 1 Milliarde Barrel summiert, während die globalen Lagerbestände in Rekordtempo sinken.

Öllagerbestände sinken, während US-Exporte Rekordhöhen erreichen

Zusätzliche Unterstützung für die Preise kommt vom anhaltenden Rückgang der US-Öllagerbestände. Laut dem neuesten EIA-Bericht sind die kommerziellen Rohölvorräte die dritte Woche in Folge gesunken, während die US-Rohölexporte auf Rekordwerte von über 5 Millionen Barrel pro Tag gestiegen sind. Gleichzeitig bleibt die Raffinerieauslastung angesichts der starken saisonalen Kraftstoffnachfrage in den USA hoch. Die Märkte beobachten auch die strategischen Ölreserven genau, da mehrere Länder bereits begonnen haben, Reserven zu nutzen, um Störungen in den globalen Lieferströmen auszugleichen.

OPEC+ und Schieferölproduzenten können Defizit weiterhin nicht vollständig ausgleichen

Obwohl die OPEC+-Länder die Produktion weiterhin schrittweise erhöhen, stellen Analysten fest, dass das Angebotswachstum nicht ausreicht, um die verlorenen Mengen vollständig zu kompensieren. Saudi-Arabien und die VAE leiten einen Teil ihrer Exporte über alternative Routen außerhalb der Straße von Hormus um, wobei die logistischen Einschränkungen jedoch erheblich bleiben. Unterdessen bleibt das Wachstum der US-Schieferölproduktion trotz verstärkter Bohraktivitäten moderater als in früheren Hochpreisphasen. EIA und Enverus erwarten, dass die Ölpreise mindestens bis zum Jahresende erhöht bleiben, sofern sich die Lage rund um die Straße von Hormus nicht stabilisiert.

Marktausblick und wichtige Kursmarken

Aus technischer Sicht behält WTI trotz extrem hoher Intraday-Volatilität eine starke bullische Struktur bei. Nach der jüngsten Rallye über 100 $ bleiben die Preise äußerst sensibel gegenüber jeglichen Nachrichten zu US-Iran-Verhandlungen; selbst vereinzelte Berichte über eine mögliche Deeskalation führen zu Intraday-Korrekturen von 4–6 $ pro Barrel. Solange die Preise über dem Bereich von 102–100 $ bleiben, besteht weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung 106–109 $. Allerdings könnten Anzeichen für wiederhergestellte Öllieferungen durch die Straße von Hormus rasch eine Korrektur in den Bereich von 95–90 $ auslösen.

Kurzfristig, wie bereits in U.S. crude holds above $105 amid geopolitical risks hervorgehoben, bleibt die Marktrichtung vollständig abhängig von geopolitischen Entwicklungen, der globalen Lagerdynamik und den OPEC+-Entscheidungen.

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