Europäische Märkte wägen mögliche Waffenstillstandsverlängerung zwischen den USA und dem Iran ab

Europäische Märkte wägen mögliche Waffenstillstandsverlängerung zwischen den USA und dem Iran ab
Europäische Aktien legen wegen Waffenstillstandshoffnungen zu

​Europäische Aktien legten am Freitag zu, da Anleger bewerteten, ob ein fragiler Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran verlängert werden könnte, was den Druck auf die Energiemärkte und Risikoanlagen etwas minderte. Die Bewegung war eher vorsichtig als euphorisch, wobei Rüstungsaktien zulegten, selbst als die breiteren Märkte auf Anzeichen reagierten, dass Diplomatie weiterhin möglich sein könnte.

Höhepunkte

  • Der Stoxx Europe 600 stieg im frühen Handel um 0,6 %, wobei die meisten wichtigen Sektoren und regionalen Indizes im Plus lagen.
  • Anleger konzentrierten sich auf Berichte, dass die USA und der Iran sich größtenteils auf eine 60-tägige Verlängerung des Waffenstillstands geeinigt hatten.
  • Rüstungsaktien setzten ihre Gewinne fort, der Stoxx Aerospace and Defense Index legte fast 1 % zu.
  • Die Ölpreise gaben nach, da die Märkte ein geringeres Risiko von Störungen rund um die Straße von Hormus, eine wichtige Route für die globale Energieversorgung, einpreisten.

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Aktien steigen auf diplomatische Signale

Der gesamteuropäische Stoxx 600 legte um 0,6 % zu. Die breitere Bewegung folgte Gewinnen in Asien, wo der südkoreanische Kospi und Japans Topix über Nacht Rekordhöhen erreichten, da Anleger die erneuten militärischen Aktivitäten des Iran ausblendeten und sich stattdessen auf die Aussicht auf eine vorübergehende Verlängerung des Waffenstillstands konzentrierten, wie CNBC berichtete.

Die Marktstimmung verbesserte sich nach Berichten, dass Washington und Teheran sich weitgehend auf Bedingungen geeinigt hatten, die den Waffenstillstand um 60 Tage verlängern und einen Rahmen für Gespräche über das iranische Atomprogramm schaffen würden. Die Vereinbarung ist jedoch noch nicht finalisiert, und Präsident Donald Trump hat sie noch nicht genehmigt. Auch iranische Staatsmedien signalisierten Vorsicht und erklärten, der Text sei noch nicht bestätigt.

Rüstungswerte setzen Rally fort

Rüstungsaktien blieben einer der stärksten Bereiche des europäischen Marktes. Der Stoxx Aerospace and Defense Index stieg im frühen Handel um fast 1 %, nachdem eine russische Drohne ein Wohnhaus in Rumänien getroffen hatte, einem NATO- und EU-Mitglied, das an die Ukraine grenzt. Creotech Instruments legten um mehr als 8,5 % zu, während Airbus rund 3 % gewann.

Der Sektor hatte bereits am Donnerstag zugelegt, nachdem das ukrainische Parlament ein Darlehensabkommen über 90 Milliarden Euro (104,6 Milliarden US-Dollar) mit der Europäischen Union ratifiziert hatte. Das half Rüstungsaktien, dem breiteren Druck in Teilen des regionalen Marktes zu entgehen, und verstärkte die Nachfrage der Anleger nach Unternehmen, die mit europäischen Sicherheitsausgaben verbunden sind.

Energierisiko prägt weiterhin den Handel

Die Diskussion über einen US-Iran-Waffenstillstand ist für Europa relevant, da jede längerfristige Störung rund um die Straße von Hormus die Energiekosten erhöhen und den Druck auf inflationsanfällige Volkswirtschaften verstärken könnte. 

Die Ölpreise fielen in der Hoffnung, dass ein Abkommen die Route offen halten und den geopolitischen Risikoaufschlag verringern könnte. Brent-Öl wurde bei etwa 91,54 US-Dollar gehandelt, ein Minus von 1,3 %, während US-Öl um 1,4 % auf 87,64 US-Dollar fiel. Eine Verlängerung des Waffenstillstands könnte die Risikobereitschaft unterstützen, aber neue Angriffe oder ein gescheiterter Genehmigungsprozess in Washington und Teheran würden die Aufmerksamkeit schnell wieder auf Energiesicherheit und Rüstung lenken.

Wie bereits berichtet, dürften europäische Aktien steigen, da sich die USA und der Iran einer Einigung nähern.

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