Nvidia-Aktie sinkt um 7 %, da China-Chip-Verbot $ 5,5 Mrd. Umsatz bedroht
Am 17. April 2025 wird die Nvidia Corporation (NASDAQ: NVDA) bei ca. 104,49 $ gehandelt, was einem Rückgang von fast 7 % gegenüber dem Schlusskurs des Vortages entspricht.
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Das Unternehmen gab bekannt, dass es aufgrund verschärfter US-Exportkontrollen, die auf nach China verkaufte KI-Chips abzielen, einen potenziellen Umsatzverlust von 5,5 Mrd. $ zu verzeichnen hat. Diese Nachricht markierte einen klaren Durchbruch unter den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt, der derzeit bei 118 $ liegt, was das kurzfristige Abwärtsmomentum bestätigt. Die Aktie ist seit ihrem Höchststand von 139,50 $ im Februar um mehr als 20 % gefallen und befindet sich nun offiziell im Korrekturbereich.
Aus technischer Sicht hat NVDA die wichtige Unterstützung bei $112,50 durchbrochen, die zuvor während der Konsolidierung im Februar gehalten hatte. Die nächste kritische Unterstützung liegt nun bei 105,20 $, was dem gleitenden 100-Tage-Durchschnitt entspricht. Ein Durchbruch unter diese Marke könnte die Tür für einen weiteren Abwärtstrend in Richtung der psychologischen 100 $-Marke öffnen. Der Widerstand liegt bei 117,50 $ und dann bei 121,30 $, Niveaus, die zuvor als Distributionszonen fungierten.
Kursdynamik der NVDA-Aktie (Februar 2025 - April 2025). Quelle: TradingView.
Momentum-Indikatoren wie der RSI sind unter 40 gerutscht, was auf überverkaufte Bedingungen hindeutet, aber noch nicht extrem genug ist, um eine Umkehr zu bestätigen. Auch das MACD-Histogramm bewegt sich weiterhin im negativen Bereich, was auf anhaltenden Abwärtsdruck hindeutet. Solange es keinen Katalysator für einen Stimmungsumschwung gibt, deutet das technische Setup auf eine anhaltende Schwäche in nächster Zeit hin.
Exportbeschränkungen und geopolitische Risiken
Die Korrektur bei Nvidia hat nicht nur technische Gründe, sondern spiegelt auch eine breitere Neubewertung des Wachstumskurses des Unternehmens angesichts der geopolitischen Spannungen wider. Am 16. April warnte Nvidia, dass neue, von der US-Regierung auferlegte Exportregeln für seine speziell auf den chinesischen Markt zugeschnittenen H20-KI-Chips die erwarteten Einnahmen im ersten Quartal 2026 um 5,5 Mrd. US-Dollar verringern würden. Diese Exportbeschränkungen blockieren effektiv Nvidias primäre Umgehung früherer Chipverbote und wirken sich direkt auf Lieferungen an große chinesische Kunden wie Alibaba, Tencent und ByteDance aus.
Dieser Einnahmeschock erhöht die Unsicherheit über Nvidias Zugang zu einem wichtigen und wachsenden Markt. China machte in den letzten Quartalen etwa 20 % des Umsatzes von Nvidia im Bereich Rechenzentren aus. Die Unfähigkeit, hochmoderne Grafikprozessoren wie den H100 und den neu eingeschränkten H20 in dieser Region zu verkaufen, könnte die Skalierung und Margenexpansion einschränken - insbesondere, wenn sich die Nachfrage in anderen Märkten nach 2024 zu normalisieren beginnt.
Nichtsdestotrotz verfügt Nvidia weiterhin über starke Fundamentaldaten. Das Unternehmen meldete für die letzten zwölf Monate einen Umsatz von 130,5 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 72,88 Milliarden US-Dollar, was einer Gewinnmarge von 55,85 % entspricht. Die Eigenkapitalrendite liegt bei branchenführenden 119,18 %, und die Barreserven sind weiterhin beträchtlich. Darüber hinaus ist die im März 2024 angekündigte Blackwell-GPU-Plattform Berichten zufolge für das gesamte Jahr 2025 ausverkauft, was auf eine anhaltende Nachfrage von Hyperscalern und KI-Infrastrukturkunden in Nordamerika und Europa hindeutet.
Kurzfristige Schwäche, langfristige Chance
Trotz des kurzfristigen Gegenwinds bleibt die langfristige Perspektive von Nvidia intakt, vorausgesetzt, das Unternehmen kann die regulatorischen Herausforderungen effektiv umgehen. In den nächsten Wochen könnte NVDA den Bereich zwischen 105 und 107 US-Dollar testen, insbesondere wenn die Stimmung schwach bleibt und keine Lösung für die Exportdynamik zwischen den USA und China gefunden wird. Hält die Unterstützung bei 105 $, könnte sie eine Basis für eine Erholung bis zur Gewinnsaison bilden.
Mit Blick auf das 2. Quartal 2025 werden die Märkte auf Anzeichen für eine Diversifizierung über China hinaus und auf Aktualisierungen der Blackwell-Lieferungen achten. Jede Prognose, die auf eine erfolgreiche Umschichtung von Kapazitäten in alternative Märkte (z. B. Indien, Naher Osten) hindeutet, könnte eine Erholung auslösen.
Nvidia steht unter zunehmendem Druck durch verschärfte US-Exportbeschränkungen, die die Lieferung seiner A100- und H100-KI-Chips nach China, einem wichtigen Markt, blockiert haben. MorningStar hat seine Fair-Value-Schätzung für das Unternehmen gesenkt und führt diese Beschränkungen als langfristiges Risiko für das Gewinnwachstum an.
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