Ölpreise steigen, da Iran Kuwait und Bahrain ins Visier nimmt.
Die Ölpreise stiegen am Mittwoch, nachdem der Iran Raketen und Drohnen auf Kuwait und Bahrain abgefeuert hatte und die Vereinigten Staaten neue Angriffe auf die iranische Insel Qeshm nahe der Straße von Hormuz durchführten. Dieser Schlagabtausch stellte eine der bislang härtesten Belastungsproben für die fragile US-Iran-Diplomatie dar, wobei sich die Sicherheitsrisiken am Golf erneut auf die Energiemärkte auswirkten.
Höhepunkte
- Der Iran feuerte Raketen auf Kuwait und Bahrain ab; US-Beamte erklärten, die Angriffe seien gescheitert oder abgefangen worden.
- Die USA griffen eine iranische Einrichtung auf der Insel Qeshm nahe der Straße von Hormuz an.
- WTI stieg um 2,36 % auf 95,97 $, während Brent um 2,15 % auf 98,06 $ zulegte.
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Golf-Angriffe weiten den Konflikt aus
Laut Reuters teilte das US-Zentralkommando mit, dass zwei iranische Raketen, die auf Kuwait abgefeuert wurden, ihr Ziel verfehlten oder in der Luft zerbrachen, während drei auf Bahrain gerichtete Raketen von US- und bahrainischen Luftabwehrsystemen abgefangen wurden. US-Streitkräfte schossen iranische Drohnen ab, die zivile Schiffe in regionalen Gewässern und amerikanische Truppen in Kuwait angriffen, und griffen anschließend eine iranische militärische Bodenstation auf der Insel Qeshm an.
Die Revolutionsgarde des Iran erklärte, sie habe das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain und einen weiteren regionalen Standort angegriffen und bezeichnete den Angriff als Vergeltung für US-Maßnahmen gegen einen Öltanker, der versuchte, den Iran zu erreichen. Kuwait, das erst kürzlich den vollen Betrieb am internationalen Flughafen Kuwait nach früheren Kriegsschäden wieder aufgenommen hatte, geriet erneut unter Druck, als feindliche Drohnen das Passagiergebäude des Flughafens ins Visier nahmen.
Ölpreise springen wegen Hormuz-Risiko
Die Energiemärkte reagierten auf die erneuten Kämpfe. West Texas Intermediate stieg um 2,36 % auf 95,97 $ pro Barrel, während Brent um 2,15 % auf 98,06 $ zulegte, wie die aktuelle Marktübersicht zeigt.
Der Ort der Kämpfe ist ebenso entscheidend wie die Angriffe selbst. Die Insel Qeshm liegt nahe der Straße von Hormuz, einem der wichtigsten Energie-Nadelöhre der Welt. Laut der US-Energieinformationsbehörde flossen 2024 täglich rund 20 Millionen Barrel Öl durch die Meerenge, was etwa 20 % des weltweiten Verbrauchs an Erdölflüssigkeiten entspricht.
Diplomatie unter Beschuss
Der militärische Schlagabtausch erfolgte, während die Gespräche zwischen den USA und dem Iran weiterhin unsicher blieben. Iranische Medien signalisierten, dass Teheran die Kommunikation mit Vermittlern über Waffenstillstandsbedingungen eingestellt habe, während Präsident Donald Trump dieser Darstellung widersprach und erklärte, die Gespräche würden fortgesetzt.
Laut AP hat der Iran Fortschritte in den Gesprächen an einen Stopp der israelischen Operationen im Libanon geknüpft, während Washington und Israel die Libanon-Front als getrennt von den Iran-Verhandlungen betrachten.
Energiemärkte stehen vor größerem Golf-Risiko
Der Konflikt beschränkt sich nicht auf den Iran und US-Einrichtungen; er zieht Golfstaaten in Mitleidenschaft, die US-Truppen beherbergen und in der Nähe wichtiger Schifffahrtsrouten liegen.
Mit Brent nahe der 100-Dollar-Marke und Hormuz als zentralem Punkt der globalen Versorgung erhöht jeder neue Angriff das Risiko steigender Transportkosten, engerer Ölprognosen und erneuten Inflationsdrucks.
In einem früheren Bericht stellten wir fest, dass die Ölpreise hoch bleiben, während Trump versucht, die Iran-Gespräche am Leben zu halten.
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