Bundeskartellamt verstärkt Kartellverfolgung und Hinweisgebersystem
Die Bekämpfung illegaler Kartelle bleibt eine Kernaufgabe des Bundeskartellamtes und umfasst sowohl die Aufdeckung geheimer Absprachen als auch deren Ahndung. Die Behörde verweist dabei auf ihr elektronisches Hinweisgebersystem und auf Kooperationsanreize für Beteiligte, die zur Aufklärung beitragen.
Höhepunkte
- Das Bundeskartellamt fokussiert 2026 auf die Verfolgung illegaler Kartelle und listet aktuelle Verfahren wie Glasfaser Nordwest und Check24.
- Check24 wird verpflichtet, Preisparitätsklauseln gegenüber Energieversorgern bis zum 24.02.2026 aufzugeben, nachdem das Kartellamt interveniert hat.
- Das Bundeskartellamt betont die zentrale Rolle von Insider-Hinweisen zur Kartellaufdeckung und bietet Straferlass bei frühzeitiger Kooperation für Kartellbeteiligte.
Kartellaufsicht und aktuelle Verfahren
Wie das Bundeskartellamt mitteilt, stellt die Verfolgung illegaler Kartelle einen zentralen Teil seiner Arbeit dar. Die Behörde informiert darüber, was als Kartell gilt und wie geheime wettbewerbswidrige Absprachen identifiziert werden.Zu den aktuellen Meldungen zum Thema zählen die Fortführung von Glasfaser Nordwest vom 26.03.2026, die Verpflichtung von Check24 zur Aufgabe von Preisparitätsklauseln gegenüber Energieversorgern vom 24.02.2026 sowie die Billigung der Pläne der FFF-Gruppe zur Reform des Pressevertriebs vom 11.02.2026. Hinzu kommt der Jahresrückblick des Bundeskartellamtes 2025, der am 22.12.2025 veröffentlicht wurde.
Hinweise und Anreize für Kooperation
Für die Aufdeckung von Verstößen gegen das Kartellrecht misst die Behörde Hinweisen aus Unternehmen eine besondere Bedeutung bei. Vor allem Angaben von Insidern, Mitarbeitenden oder Vertragspartnern gelten als zentrales Instrument, daneben nimmt das Bundeskartellamt auch Hinweise von Verbraucherinnen und Verbrauchern telefonisch und digital entgegen.Zugleich kann das Amt Kartellbeteiligten bei Kooperation die Geldbuße erlassen oder deutlich reduzieren. Nach Darstellung der Behörde steigt der mögliche Vorteil in der Regel, wenn die Zusammenarbeit frühzeitig erfolgt und damit einen größeren Beitrag zur Aufdeckung leistet.
In unserem früheren Beitrag zur Microsoft-Aktie ging es um den Spagat zwischen massiven KI-Investitionen und zunehmender regulatorischer Kontrolle. Wir zeigten, dass die ausgeweitete kartellrechtliche Prüfung des KI- und Cloud-Geschäfts die Risikowahrnehmung der Anleger beeinflusst und den Ausblick trotz operativer Stärke eintrübt.
- Forex
- Crypto