Ölpreis sinkt, da Waffenruhe zwischen Israel und Libanon das Golf-Risiko mindert
Die Ölpreise fielen am Donnerstag, nachdem Israel und der Libanon einer Waffenruhe zugestimmt hatten, was die Hoffnung weckte, dass die umfassendere Diplomatie unter Beteiligung der USA und des Irans wieder an Fahrt gewinnen könnte. Der Rücksetzer machte die Rallye dieser Woche teilweise rückgängig, obwohl Händler vorsichtig blieben, da die Straße von Hormus weiterhin zentral für das globale Versorgungsrisiko ist.
Höhepunkte
- Israel und der Libanon haben einer Waffenruhe zugestimmt, was den geopolitischen Druck auf den Ölpreis mindert.
- WTI fiel auf 95 $ pro Barrel, während Brent auf 97 $ pro Barrel nachgab.
- Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran bleiben ungewiss, aber beide Seiten sagen, dass die Kontakte nicht vollständig abgebrochen sind.
- Die US-Rohölvorräte fielen letzte Woche um 8 Millionen Barrel, was die Sorgen um das Angebot aufrechterhält.
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Hoffnung auf Waffenruhe belastet Rohöl
West Texas Intermediate Rohöl wurde bei 95,07 $ pro Barrel gehandelt, ein Minus von 1,0 %, während Brent um 1,09 % auf 96,74 $ fiel, als der Markt auf die Ankündigung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon reagierte.
Reuters berichtete, dass dieser Schritt auf deutliche Gewinne am Mittwoch folgte, als beide Benchmarks nach erneuten Feindseligkeiten am Golf, einschließlich iranischer Angriffe auf Kuwait und US-Militärschlägen nahe der Straße von Hormus, um etwa 2 % stiegen. Das Waffenruhe-Abkommen verringerte die unmittelbare Sorge, dass die Libanon-Front die Gespräche zwischen den USA und dem Iran gefährden könnte, die Teheran teilweise an ein Ende der Kämpfe zwischen Israel und dem Libanon geknüpft hat.
Diplomatie wirkt weiterhin fragil
Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, dass Fortschritte in den Gesprächen mit dem Iran bereits an diesem Wochenende erzielt werden könnten. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi erklärte, die Kontakte zu Washington seien nicht abgebrochen worden, fügte jedoch hinzu, dass die Verhandlungen keine Fortschritte gemacht hätten und beide Seiten noch die ausgetauschten Texte prüfen würden.
In Washington verabschiedete das republikanisch geführte Repräsentantenhaus eine Resolution, die darauf abzielt, Trump an der Fortsetzung des Krieges gegen den Iran zu hindern. Die Maßnahme benötigt noch die Zustimmung des Senats und genügend Unterstützung in beiden Kammern, um ein erwartetes präsidiales Veto zu überstimmen.
Knappe Lagerbestände begrenzen das Abwärtspotenzial
Die Waffenruhe mag die Kriegs-Prämie bei Rohöl reduzieren, aber die Versorgungsdaten deuten darauf hin, dass die Preise nicht so schnell fallen werden. Die kommerziellen Rohölvorräte in den USA sanken in der Woche bis zum 29. Mai um 8 Millionen Barrel auf 433,7 Millionen Barrel – ein deutlich stärkerer Rückgang als von Analysten erwartet.
Damit müssen Händler zwei Kräfte gegeneinander abwägen: das geringere geopolitische Risiko durch die Waffenruhe im Libanon und die knapper werdenden Lagerbestände vor der sommerlichen Spitzennachfrage.
In einem früheren Bericht stellten wir fest, dass der Ölpreis steigt, da der Iran Kuwait und Bahrain ins Visier nimmt.
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