EUR/USD bricht Unterstützung, da starker Dollar und PCE-Vorsicht belasten

EUR/USD bricht Unterstützung, da starker Dollar und PCE-Vorsicht belasten
Euro

​EUR/USD bleibt unter Druck und handelt nahe 1,1350, nachdem die wichtige Unterstützungszone von 1,1400-1,1470 auf dem 4-Stunden-Chart durchbrochen wurde. Der Dollar behält seinen Vorteil angesichts der Erwartungen einer restriktiveren Fed-Haltung bei, während der Euro Schwierigkeiten hat, selbst nach der Zinserhöhung der EZB im Juni nachhaltige Unterstützung zu finden.

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Fed und Dollar

Die Fed beließ die Zielspanne am 17. Juni bei 3,50 %-3,75 %, betonte jedoch, dass die Inflation über dem Zielwert bleibt und die US-Wirtschaftstätigkeit weiterhin in solidem Tempo expandiert. Der Markt beobachtet nun gespannt die neuen PCE-Daten, da eine stärkere Inflation die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung im späteren Jahresverlauf verstärken und den Dollar stützen könnte.

EZB und Euro

Auch die EZB hat ihren Ton verschärft. Die aktuellen Zinssätze liegen bei 2,25 % für die Einlagefazilität und 2,40 % für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, während Isabel Schnabel erklärte, dass die Zinsen aus heutiger Sicht wahrscheinlich weiter steigen müssen. Die Auswirkungen auf den Euro sind jedoch begrenzt, da der Markt stärker auf die wirtschaftliche Schwäche der Eurozone, Energierisiken und den Renditevorteil des Dollars reagiert.

Technisches Bild aus dem Chart

Im Chart hat sich EUR/USD unterhalb der ehemaligen Unterstützungszone von 1,1400-1,1470 festgesetzt, die nun zum Widerstand wird. Die gleitenden Durchschnitte zeigen nach unten und bestätigen den bärischen Impuls. Die nächste Unterstützung befindet sich im Bereich von 1,1320-1,1300, und ein Durchbruch darunter würde den Weg in Richtung 1,1250 ebnen. Für eine Erholung müssen die Käufer das Paar wieder über 1,1400 drücken und sich anschließend über 1,1470 konsolidieren.

Fazit

Das kurzfristige Gleichgewicht bleibt zugunsten der Verkäufer. Solange EUR/USD unter 1,1400-1,1470 handelt, wirken Erholungen meist technischer Natur, während das Basisszenario, wie in EUR/USD rutscht unter wichtige Unterstützung, da Dollarstärke anhält angemerkt, auf Druck in Richtung 1,1300 hindeutet. Nur schwächere US-Inflationsdaten oder ein deutlicher Rückgang der Dollarnachfrage könnten das bärische Szenario abmildern.

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