EUR/USD hat seine Jahrestiefs aktualisiert und sich unter 1,1400 eingependelt. Auf dem 4-Stunden-Chart handelt das Paar nahe 1,1350, bereits unter der markierten Unterstützungszone von 1,1400-1,1470, was das kurzfristige technische Bild schwächt, da die ehemalige Unterstützung nun zum nächsten Widerstandsbereich wird.
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Fundamentale Treiber
Der Dollar erhielt Unterstützung nach einem hawkisheren Signal der Fed. Der Regulator beließ die Zinsen bei 3,50-3,75 %, aber der Markt preist das Risiko einer Zinserhöhung im späteren Verlauf des Jahres 2026 aufgrund der anhaltenden Inflation und energietechnischer Risiken ein. Die Kulisse für den Euro ist schwächer: Die EZB scheint weniger zu einer aggressiven Straffung geneigt, während schwache Geschäftstätigkeitsdaten und die Schwäche in Deutschland die Sorgen über eine Verlangsamung der Wirtschaft in der Eurozone verstärken.
Technisches Bild
Der Durchbruch unter 1,1400 bestätigt die Entwicklung eines bärischen Impulses. Solange EUR/USD unter 1,1400-1,1470 bleibt und die gleitenden Durchschnitte auf dem 4-Stunden-Chart nach unten zeigen, bleibt das Basisszenario bärisch. Die nächsten Abwärtsziele liegen bei 1,1300 und 1,1250, während eine Erholung über 1,1470 den Druck mildern und eine Korrektur in Richtung 1,1550 auslösen könnte.
Risiken und kommende Ereignisse
Der Markt konzentriert sich weiterhin auf neue Inflationsdaten, PMI-Veröffentlichungen und Kommentare von Fed- und EZB-Vertretern. Jegliche Anzeichen beschleunigter Preise in den USA könnten den Dollar weiter stützen, während schwache Daten aus der Eurozone den Druck auf den Euro erhöhen würden. Für EUR/USD ist die entscheidende Frage, ob das Paar schnell in den Bereich von 1,1400-1,1470 zurückkehren kann; wenn nicht, behalten die Verkäufer den Vorteil.
Fazit
Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt EUR/USD aufgrund divergierender Erwartungen an die Fed- und EZB-Politik, der Dollarstärke und des technischen Durchbruchs der Schlüsselunterstützung unter Druck. Erholungen in Richtung 1,1400-1,1470 wirken eher korrektiv als trendwendend, sofern sie nicht durch ein starkes Käufermomentum und eine Verbesserung der Nachrichtenlage in der Eurozone bestätigt werden, was mit den bereits im Artikel EUR/USD hits multi-week lows amid stronger dollar genannten Punkten übereinstimmt.
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