US-Futures legen zu, da KI-Nervosität nach Chip-Updates nachlässt
Die US-Aktienfutures stiegen am Donnerstag, nachdem Micron und Qualcomm dazu beitrugen, das Vertrauen in den KI-Handel nach mehreren schwierigen Sitzungen für Technologieaktien zu festigen. Die Gewinne deuteten darauf hin, dass die Anleger nicht bereit waren, die Rallye der künstlichen Intelligenz aufzugeben, auch wenn die Bedenken hinsichtlich der Bewertungen, der Investitionsausgaben und der Politik der Federal Reserve bestehen bleiben.
Höhepunkte
- Nasdaq 100-Futures stiegen um 2,2 %, da sich die Stimmung im Tech-Sektor verbesserte.
- Micron-Aktien sprangen nach einem Gewinnplus um mehr als 10 %.
- Qualcomm legte zu, nachdem Pläne für KI-Rechenzentrumsumsätze skizziert wurden.
- Anleger beobachten PCE-Inflationsdaten auf Signale für die Fed-Politik.
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Chip-Aktien heben die vorbörsliche Stimmung
Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average und den S&P 500 stiegen um 0,14 % bzw. 0,79 %. Die Nasdaq 100-Futures sprangen um 2,2 % nach oben, was auf eine stärkere Erholung der Technologieaktien nach dem jüngsten Druck auf Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz hindeutet, berichtete Yahoo Finance.
Micron war der Haupttreiber für den Stimmungsumschwung. Der Speicherchiphersteller meldete nach Börsenschluss am Mittwoch besser als erwartete Ergebnisse und gab einen optimistischen Ausblick ab, was seine Aktien im nachbörslichen Handel um mehr als 10 % steigen ließ.
Die Ergebnisse waren von Bedeutung, da Micron zu einem der deutlichsten Tests dafür geworden ist, ob sich die KI-Nachfrage über die größten Chiphersteller hinaus in echtes Umsatzwachstum übersetzt. Seine Speicherprodukte werden in Rechenzentren und KI-Systemen eingesetzt, was das Unternehmen zu einem wichtigen Barometer für Infrastrukturausgaben macht.
Qualcomm trug ebenfalls dazu bei, die Nerven des Marktes zu beruhigen. Das Unternehmen erklärte nach Börsenschluss, dass es plane, in den Markt für Rechenzentren einzusteigen, und ein starkes Wachstum in seinem KI-Geschäft erwarte. Diese Ankündigung beflügelte die Qualcomm-Aktien und bestärkte die Ansicht, dass sich die KI-Nachfrage auf weitere Bereiche der Halbleiterindustrie ausbreitet.
KI-Handel steht vor einer höheren Hürde
Die Erholung folgte auf mehrere schwache Sitzungen für Tech-Aktien, in denen Anleger hinterfragten, ob die KI-Bewertungen zu weit und zu schnell gestiegen waren. Die Wall Street ist selektiver geworden und belohnt Unternehmen, die direkte Einnahmen aus KI vorweisen können, während sie diejenigen bestraft, deren Ausblick weniger sicher erscheint.
Das macht die jüngsten Bewegungen bei Micron und Qualcomm wichtig. Beide Unternehmen lieferten den Anlegern den Beweis, dass die KI-bezogene Nachfrage auch nach einer Phase von Verkäufen im Sektor aktiv bleibt.
Dennoch ist das Marktumfeld nicht risikofrei. Die Anleger beobachten auch die Federal Reserve, da am Donnerstag der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Mai ansteht. Der PCE-Index ist das bevorzugte Inflationsmaß der Fed und könnte die Erwartungen für den nächsten Zinsschritt prägen.
Auf der Juni-Sitzung der Fed gab fast die Hälfte der Beamten an, dass sie in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung erwarten. Damit bleibt die Geldpolitik im Fokus, während die Tech-Aktien versuchen, sich zu erholen.
Der nächste Test für die Rallye
Die Bewegung bei den Futures zeigt, dass der KI-Handel weiterhin Unterstützung findet, der Markt jedoch Beweise verlangt. Starke Gewinne und glaubwürdige KI-Umsatzprognosen können Aktien immer noch beflügeln, während schwächere Ausblicke mit schnellen Verkäufen konfrontiert werden könnten.
Der größere Test ist nun, ob die Rallye sowohl höhere Erwartungen als auch die Zinsunsicherheit überstehen kann. Micron und Qualcomm halfen vorerst, die Anleger zu beruhigen, aber die Inflationsdaten am Donnerstag könnten den Ton schnell ändern, falls sie auf mehr Druck seitens der Fed hindeuten.
Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass Brent auf Vorkriegsniveau fällt, da das Angebot aus dem Nahen Osten zurückkehrt.
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