Bundesnetzagentur zeigt steigende Glasfaser- und Datennutzung im deutschen Telekommunikationsmarkt
Der deutsche Telekommunikationsmarkt entwickelt sich 2025 bei stabilen Investitionen weiter in Richtung Glasfaser, höherer Bandbreiten und wachsender Datennutzung. Gleichzeitig sinkt die Bedeutung klassischer Telefonie und SMS, während Messenger-, Video- und Breitbanddienste weiter an Gewicht gewinnen.
Das Wichtigste
- Telekommunikationsunternehmen investieren 2025 rund 15,3 Milliarden Euro in Sachanlagen, mit Fokus auf Glasfaser- und Mobilfunkinfrastruktur, auf Vorjahresniveau.
- Die Zahl der aktiven Glasfaseranschlüsse steigt von 5,3 auf 6,4 Millionen, Anteil an allen Festnetz-Breitbandanschlüssen wächst von 13,7 auf 16,5 Prozent.
- Gesamt-Datennutzung steigt 2025 in deutschen Festnetzen auf 175 Milliarden GB und im Mobilfunk auf 10,9 Milliarden GB (plus 13 Prozent gegenüber 2024).
Marktentwicklung 2025 und Investitionstrends
Wie die Bundesnetzagentur in ihrem Jahresbericht Telekommunikation 2025 mitteilt, investieren Telekommunikationsunternehmen 2025 rund 15,3 Milliarden Euro in Sachanlagen und halten damit in etwa das Vorjahresniveau. Die Schwerpunkte bleiben beim Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunkinfrastruktur weitgehend unverändert.Bei stationären Internetanschlüssen steigt die Nachfrage nach hohen und sehr hohen Bandbreiten weiter. Die Zahl der Anschlüsse mit maximal weniger als 100 Mbit/s sinkt gegenüber 2024 von 17,1 auf 15,2 Millionen, während schnellere Anschlüsse von 21,5 auf 23,6 Millionen zulegen. Davon erreichen drei Millionen Anschlüsse mindestens 1.000 Mbit/s, nach 2,5 Millionen im Vorjahr.
Besonders stark wächst erneut die Glasfaser. Die Zahl der aktiven Glasfaseranschlüsse, FttH und FttB Activated, steigt seit Ende 2024 um mehr als eine Million von 5,3 auf 6,4 Millionen. Der Anteil von Glasfaser an allen aktiven Breitbandanschlüssen im Festnetz erhöht sich damit von 13,7 Prozent im Jahr 2024 auf 16,5 Prozent zum Jahresende 2025, während der DSL-Anteil von 61,1 auf 58,5 Prozent sinkt.
Von den aktiven Glasfaseranschlüssen entfallen rund 5,2 Millionen auf FttH und rund 1,2 Millionen auf FttB. Auch bei den angeschlossenen, aber nicht zwingend aktiven Wohnungen und Gebäuden legt der Ausbau zu: FttH Connected erreicht 7,1 Millionen und FttB Connected 3,3 Millionen.
Verschiebung bei Nutzung und Netzbelastung
Parallel zum Infrastrukturausbau verliert die klassische Telefonie 2025 weiter an Bedeutung. Im Festnetz sinkt das Gesprächsvolumen gegenüber 2024 von 57 auf rund 47 Milliarden Minuten, im Mobilfunk von 148 auf 132 Milliarden Minuten.Nummernunabhängige Dienste bauen ihre Rolle dagegen weiter aus. Über Messenger- und Videokonferenz-Dienste werden 19,6 Milliarden abgehende Sprachanrufe geführt, nach 17,7 Milliarden im Vorjahr, das entspricht einem Plus von 11 Prozent. Das Gesprächsvolumen steigt dabei auf 198 Milliarden Minuten nach 196,7 Milliarden. Auch Videoanrufe legen auf 9,5 Milliarden zu, verglichen mit 8,8 Milliarden 2024, während das Gesprächsvolumen auf 188,5 Milliarden Minuten wächst.
Bei Kurznachrichten setzt sich der Rückgang fort. Die Zahl der versandten SMS fällt 2025 auf 2,9 Milliarden, nach 5,2 Milliarden im Vorjahr, was im Schnitt nur noch zwei SMS pro aktiver SIM und Monat entspricht. Über Messenger- und Videokonferenz-Dienste versenden Nutzer im selben Zeitraum dagegen 913,5 Milliarden Sofortnachrichten, nach 901,9 Milliarden 2024.
Auch die Datennutzung nimmt in beiden Netzbereichen weiter zu. In den deutschen Festnetzen werden 2025 rund 175 Milliarden GB übertragen, im Schnitt 376 GB pro Breitbandanschluss und Monat, rund 54 GB mehr als 2024. Im Mobilfunk steigt das durchschnittlich genutzte Datenvolumen pro aktivem SIM-Profil und Monat auf 8,4 GB, etwa 13 Prozent mehr als im Vorjahr; insgesamt kommen die inländischen Mobilfunknetze auf 10,9 Milliarden GB nach 9,6 Milliarden GB 2024.
In unserem früheren Artikel über T-Mobile US und das AI-Tool „Dynamic CX“ ging es darum, wie der Konzern die Netzwerkleistung bei Großveranstaltungen durch KI-gestützte Optimierung stabilisieren will. Wir erläuterten außerdem, dass die operative Initiative zwar auf höhere Effizienz und bessere Servicequalität in Spitzenzeiten abzielt, die Aktie jedoch trotz dieser Fortschritte unter technischem Abwärtsdruck blieb.
Neueste TrioMarkets Nachrichten
- Forex
- Crypto