Deutschland und Türkei bauen Wirtschafts- und Energiekooperation aus
Vor dem Hintergrund geopolitischer Krisen und angespannter Lieferketten reist Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche am 18. und 19. Juni 2026 erstmals in die Türkei. Im Zentrum stehen bilaterale Gespräche in Ankara sowie zwei zentrale Foren zur Vertiefung von Handel, Investitionen und Energieversorgungssicherheit.
Höhepunkte
- Deutschland und die Türkei intensivieren ihre Wirtschafts- und Energiekooperation, um Versorgungs- und Investitionssicherheit angesichts geopolitischer Unsicherheiten zu stärken.
- Das Deutsch-Türkische Energieforum fokussiert verstärkt auf sichere Energieversorgung, Investitionen und Innovationen, verstärkt durch aktuelle Krisen im Nahen Osten.
- Die gemischte Wirtschaftskommission und das Energieforum werden seit 2012 bzw. 2013 regelmäßig abwechselnd in beiden Ländern ausgerichtet, um bilaterale Beziehungen zu vertiefen.
Strategische Bedeutung für Versorgung und Handel
Reiche bezeichnet die Türkei als verlässlichen Partner Deutschlands in einer Phase geopolitischer Unruhe und verweist auf die Rolle des Landes als Drehscheibe für den Handel zwischen Europa und dem Nahen Osten, insbesondere im Energiebereich. Damit gewinnt die Zusammenarbeit aus Sicht der Bundesregierung sowohl für die wirtschaftliche Sicherheit als auch für die Diversifizierung von Liefer- und Energiebeziehungen an Gewicht.Ein weiterer Schwerpunkt ist die Teilnahme am Deutsch-Türkischen Energieforum, bei dem Vertreter aus Politik und Wirtschaft über eine engere Zusammenarbeit bei sicherer Energieversorgung, Investitionen und Innovationen beraten. Zusätzliche Relevanz erhält das Treffen durch die aktuellen Spannungen im Nahen Osten.
Die gemischte Wirtschaftskommission tagt seit 2013 abwechselnd in Deutschland und der Türkei unter Leitung der zuständigen Minister. Das Energieforum wird ebenfalls wechselseitig ausgerichtet und ist Teil der seit 2012 bestehenden Deutsch-Türkischen Energiepartnerschaft.
Unsere frühere Berichterstattung zur Kraftwerkstrategie und zum Referentenentwurf für das Gesetz zur Sicherung der Versorgungssicherheit Strom zeigte, wie die Bundesregierung die Ausarbeitung des Entwurfs im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie intern organisiert und dabei keine externen Beratungsleistungen nutzt. Gleichzeitig wurde der enge Austausch mit Unternehmen, Verbänden und der Bundesnetzagentur hervorgehoben, der im Rahmen mehrerer Gespräche zwischen Januar und Mai 2026 stattfand.
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