Deutschland und China treiben Wiederbelebung des Wirtschaftsausschusses voran

Deutschland und China treiben Wiederbelebung des Wirtschaftsausschusses voran
Handelsgespräche Brüssel 2024

Vor dem Hintergrund enger Handelsbeziehungen treffen sich Deutschland und China in Brüssel zu neuen wirtschaftspolitischen Gesprächen. Im Mittelpunkt stehen die zügige Reaktivierung des Gemischten Wirtschaftsausschusses und die Forderung nach faireren Wettbewerbsbedingungen im bilateralen Handel.

Höhepunkte

  • Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Handelsminister Wang Wentao besprechen in Brüssel die Wiederbelebung des Gemischten Wirtschaftsausschusses zwischen Deutschland und China.
  • Deutschland und China streben laut Bundesregierung eine rasche Reaktivierung hochrangiger Wirtschaftskanäle an, um Handel, Investitionen und politische Fragen lösungsorientiert zu diskutieren.
  • Deutschland will laut Reiche die Wirtschaftsbeziehungen zu China vertiefen, setzt dabei aber auf faire Wettbewerbsbedingungen, verlässliche Lieferketten und ausgewogene Handelsbeziehungen.

Gespräche über Handelskanäle und Ausschuss

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mitteilt, trifft Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Brüssel zu politischen Gesprächen über Handels- und Wirtschaftsthemen.

Beide Seiten blicken dabei auf Reiches Antrittsbesuch im Mai zurück und bekräftigen ihr Interesse an einem engen Austausch. Sie sprechen auch über die Details zur Reaktivierung des Gemischten Wirtschaftsausschusses, die bereits beim Besuch in China vereinbart wird. Deutschland und China wollen eine rasche Umsetzung erreichen.

Nach Darstellung der Bundesregierung sind wegen der engen wirtschaftlichen Beziehungen und des großen Potenzials für Handel und Investitionen hochrangige Gesprächskanäle notwendig. In diesen Formaten sollen politische Fragen lösungsorientiert besprochen werden.

Faire Handelsbeziehungen als wirtschaftspolitisches Ziel

Reiche betont, dass die deutsche Außenwirtschaftspolitik pragmatisch auf die Nutzung gemeinsamer Interessen und gegenseitigen Nutzens zielt. Deutschlands wirtschaftliche Stärke und Versorgungssicherheit hängen demnach davon ab, Lieferketten, Handelswege und Investitionsmöglichkeiten in strategischen Partnerschaften zu sichern.

Mit Blick auf China erklärt die Ministerin, Deutschland wolle die Zusammenarbeit vertiefen und zugleich mit mehr Fairness versehen. Offene Märkte erforderten gleiche Wettbewerbsbedingungen, verlässliche Lieferketten und ausgewogene Handelsbeziehungen.

Unser früherer Beitrag zu den stark steigenden staatlichen Bruttoinvestitionen in Deutschland zeigte, dass die öffentlichen Investitionen 2025 auf 147,5 Milliarden Euro zulegen – getrieben vor allem durch einen kräftigen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen. Zudem ordneten wir ein, dass der Investitionsanteil an den Staatsausgaben wächst, Deutschland gemessen am BIP im EU-Vergleich aber weiterhin unter dem Durchschnitt liegt.

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