Der deutsche Markt für Mineralölprodukte weist 2025 ein leichtes Wachstum auf, nachdem der Gesamtabsatz von Januar bis Dezember gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen ist. Treiber sind vor allem höhere Mengen bei Diesel, Ottokraftstoff und Flugturbinenkraftstoff, während Heizöl EL normal und Rohbenzin nachgeben.
Höhepunkte
- Der Mineralölabsatz in Deutschland steigt 2025 um 1,43 Prozent auf 89,62 Millionen Tonnen, angetrieben durch Dieselkraftstoff mit 3,50 Prozent Wachstum.
- Der Export von Mineralölprodukten sinkt 2025 um 7,30 Prozent auf 26,55 Millionen Tonnen, während die Importe um 0,90 Prozent auf 34,62 Millionen Tonnen zulegen.
- Die Rohöleinfuhren nach Deutschland gehen 2025 um 4,44 Prozent auf 80,40 Millionen Tonnen zurück, trotz leicht steigender Inlandsnachfrage nach Mineralölprodukten.
Absatzdaten und Produktentwicklung 2025
Wie berichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), steigt der Absatz von Mineralölprodukten in Deutschland von Januar bis Dezember 2025 um 1,43 Prozent auf 89,62 Millionen Tonnen, nach 88,36 Millionen Tonnen im Vorjahreszeitraum.Unter den Hauptprodukten legt Dieselkraftstoff mit 33,44 Millionen Tonnen am stärksten im Volumen zu, nach 32,31 Millionen Tonnen 2024, was einem Anstieg von 3,50 Prozent entspricht. Ottokraftstoff steigt auf 17,88 Millionen Tonnen nach 17,68 Millionen Tonnen, ein Plus von 1,13 Prozent. Flugturbinenkraftstoff, schwer, erreicht 9,38 Millionen Tonnen nach 9,16 Millionen Tonnen und wächst damit um 2,40 Prozent.
Rohbenzin sinkt leicht auf 12,22 Millionen Tonnen nach 12,28 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von 0,49 Prozent entspricht. Heizöl EL normal fällt auf 10,29 Millionen Tonnen nach 10,65 Millionen Tonnen, ein Minus von 3,38 Prozent. Davon geht schwefelarmes Heizöl auf 9,94 Millionen Tonnen nach 10,33 Millionen Tonnen zurück, was 3,78 Prozent weniger sind. Heizöl schwer steigt dagegen deutlich auf 1,09 Millionen Tonnen nach 0,82 Millionen Tonnen und verzeichnet damit ein Plus von 32,93 Prozent.
Außenhandel und Marktbedeutung
Im Außenhandel fällt der Export von Mineralölprodukten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,30 Prozent auf 26,55 Millionen Tonnen, nach 28,64 Millionen Tonnen. Der Import von Mineralölprodukten steigt dagegen leicht um 0,90 Prozent auf 34,62 Millionen Tonnen, nach 34,31 Millionen Tonnen im Jahr 2024.Die Einfuhr von Rohöl sinkt zugleich um 4,44 Prozent auf 80,40 Millionen Tonnen, nach 84,14 Millionen Tonnen im Vorjahreszeitraum. Damit zeigt sich für den deutschen Energiemarkt 2025 ein Bild aus leicht wachsender Inlandsnachfrage nach Mineralölprodukten, rückläufigen Rohöleinfuhren und einer schwächeren Exportdynamik bei verarbeiteten Produkten.
In unserem früheren Artikel zum Beschäftigungsabbau im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland haben wir berichtet, dass die aktuellen Quartalsdaten besonders in Schlüsselindustrien wie Autoindustrie, Metallverarbeitung und Maschinenbau deutliche Arbeitsplatzverluste zeigen. Wir betonten zudem, dass diese Rückgänge derzeit nicht durch Zuwächse in anderen Branchen ausgeglichen werden und damit der Druck auf den Strukturwandel am Industriestandort steigt.
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