Bundesagentur für Arbeit meldet starken Stellenabbau im verarbeitenden Gewerbe

Bundesagentur für Arbeit meldet starken Stellenabbau im verarbeitenden Gewerbe
Stellenabbau im Gewerbe

Der Beschäftigungsrückgang in Deutschland konzentriert sich besonders auf das verarbeitende Gewerbe und übersteigt dort die Beschäftigungszuwächse anderer Branchen deutlich. Neue Quartalsdaten zeigen vor allem in der Autoindustrie, der Metallverarbeitung und im Maschinenbau erhebliche Verluste bei den Arbeitsplätzen.

Höhepunkte

  • Die Bundesagentur für Arbeit meldet für das verarbeitende Gewerbe einen Abbau von 177.000 Stellen im aktuellen Quartal.
  • Die Beschäftigung in der Herstellung von Kraftwagen und -teilen sank um 52.000, in der Metallerzeugung um 24.000 und im Maschinenbau um 28.000.
  • Die Arbeitsplatzverluste im verarbeitenden Gewerbe werden aktuell nicht durch Zuwächse in anderen Branchen kompensiert, was den Druck auf den Strukturwandel erhöht.

Quartalsdaten zeigen Rückgänge in Schlüsselindustrien

Wie Bundesagentur für Arbeit unter Berufung auf eigene Angaben mitteilt, ist die Beschäftigung über alle Wirtschaftszweige hinweg insgesamt um 108.000 gesunken. Die heute veröffentlichten Quartalsdaten zur Beschäftigungsstatistik nach Wirtschaftszweigen weisen zugleich aus, dass allein im verarbeitenden Gewerbe 177.000 Stellen weggefallen sind.

Besonders stark trifft es die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, wo zum Jahresende 52.000 Beschäftigte weniger gezählt werden. In der Herstellung von Metallerzeugnissen beläuft sich das Minus auf 24.000 Stellen, im Maschinenbau auf 28.000.

Strukturwandel erhöht Druck auf den Industriestandort

Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Verluste in industriellen Kernbereichen derzeit nicht durch Beschäftigungsaufbau in anderen Sektoren ausgeglichen werden können. Damit wächst der Druck auf Unternehmen und Arbeitsmarkt, den Strukturwandel im verarbeitenden Gewerbe schneller zu bewältigen.

Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt diesen Prozess nach eigenen Angaben unter anderem mit Arbeitsmarktdrehscheiben. Dabei vernetzen die Agenturen für Arbeit vor Ort Unternehmen mit Fachkräftebedarf mit Betrieben, die Personal abbauen müssen.

In unserem früheren Artikel über Chinas Rekordexporte von Fahrzeugen haben wir dargelegt, dass die stark steigenden Ausfuhren den Wettbewerbsdruck auf die deutsche Autoindustrie deutlich erhöhen. Wir erläuterten außerdem, wie Hersteller wie Volkswagen, Mercedes und BMW darauf reagieren müssen – von stärker lokalisierter Entwicklung bis hin zu möglichen Kooperationen und Kostensenkungsmaßnahmen.

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