Deutschland bekräftigt Unterstützung für Ukraine bei Wadephuls Besuch in Kiew

Deutschland bekräftigt Unterstützung für Ukraine bei Wadephuls Besuch in Kiew
Deutschlands Stärke für Ukraine

Zwei Tage nach dem jüngsten Raketenangriff auf Kiew reist Außenminister Johann Wadephul überraschend in die ukrainische Hauptstadt. Der Besuch steht im Zeichen weiterer deutscher Unterstützung und rückt neben der Sicherheitslage auch die Vorbereitung auf den kommenden Winter sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Fokus.

Das Wichtigste

  • Wadephul besucht Kiew kurz nach einem Raketenangriff mit mindestens 16 Toten und bekräftigt fortgesetzte deutsche Unterstützung für die Ukraine.
  • Deutschland liefert aktuell keine zusätzlichen Patriot-Raketen an die Ukraine, obwohl Präsident Selenskyj dringend mehr Patriot-Munition von westlichen Verbündeten fordert.
  • Im Fokus des Besuchs stehen Maßnahmen zur Winterhilfe sowie eine Vertiefung der technischen und wirtschaftlichen Kooperation, insbesondere bei gemeinsamer Drohnenentwicklung.

Besuch nach Angriff auf Kiew

BILD.de berichtet, dass Wadephul am Samstagmorgen mit dem Zug in Kiew ankommt und seinen Besuch kurz nach dem Angriff auf die Hauptstadt absolviert. Nach seiner Ankunft sagt der Außenminister, die Ukraine sei in den vergangenen Wochen wieder besonders hart angegriffen worden, die Menschen litten dort tagtäglich, und Deutschland werde das Land weiter unterstützen.

Wadephul erklärt zudem, die Ukraine werde diese militärische Auseinandersetzung gewinnen und den Angriffen Russlands widerstehen können. Der Besuch erfolgt zwei Tage nach einem Raketenangriff auf Kiew, bei dem laut dem vorliegenden Text mindestens 16 Menschen getötet werden.

Winterhilfe und wirtschaftliche Zusammenarbeit

Patriot-Raketen, die die Ukraine zur Abwehr ballistischer Raketen dringend benötigt, hat Wadephul dem Bericht zufolge wohl nicht im Gepäck. Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die westlichen Verbündeten auf, Raketen für die Patriot-Systeme bereitzustellen, da diese nur von Partnern geliefert werden können.

Da vorhandene Patriot-Munition vielerorts für die eigene Abschreckung gebraucht wird und die Produktion nicht Schritt hält, will Wadephul ausloten, wie der Ukraine auf anderem Weg geholfen werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Vorbereitungen auf den kommenden Winter, nachdem Russland Anfang dieses Jahres mit Angriffen auf Kraftwerke die Energieversorgung schwer getroffen hat; außerdem soll es bei dem Besuch um technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit gehen, etwa um die gemeinsame Entwicklung von Drohnensystemen.

Die parlamentarische Anfrage der Grünen zur Finanzierung der Unterstützung des ukrainischen Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationssystems stand in unserem früheren Artikel im Mittelpunkt. Darin haben wir erläutert, wie stark der Krieg die wissenschaftlichen Kapazitäten in der Ukraine belastet und warum deutsche Forschungskooperationen sowie Bundesmittel für die Stabilisierung von Personal, Projekten und Strukturen wichtiger werden. Zugleich wurde eingeordnet, dass die Antworten der Bundesregierung zeigen dürften, wie die Förderung seit 2022 organisiert ist und welche Prioritäten dabei gesetzt werden.

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