Deutschlands Inflation steigt im September auf 3,3 %, Energie verteuert sich deutlich

Deutschlands Inflation steigt im September auf 3,3 %, Energie verteuert sich deutlich
Inflation steigt deutlich

Der Preisauftrieb in Deutschland verstärkt sich zum Herbstbeginn weiter und erreicht im September 2026 den höchsten Stand des laufenden Jahres. Vor allem deutlich höhere Energiekosten treiben die Teuerung, während Nahrungsmittel und Dienstleistungen vergleichsweise moderater zulegen.

Das Wichtigste

  • Die Inflationsrate in Deutschland steigt im September 2026 auf 3,3 %, den höchsten Wert seit Dezember 2023, laut Statistischem Bundesamt.
  • Energieprodukte verteuern sich im Vergleich zu September 2025 um 14,9 %, wobei Kraftstoffe um 37,1 % zulegen und Strom um 5,5 % günstiger wird.
  • Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung für Verbraucher spiegeln sich in den Septemberdaten noch nicht wider, während der Inflationsanstieg vor allem energiegetrieben bleibt.

Bestätigte September-Daten und Preistreiber

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, liegt die Inflationsrate in Deutschland, gemessen am Verbraucherpreisindex, im September 2026 bei 3,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat; damit wird das vorläufige Ergebnis ebenso bestätigt wie der Anstieg um 0,6 % zum Vormonat.

Nach 2,9 % im August und 2,8 % im Juli zieht die Teuerung damit erneut an. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, sagt, die Inflationsrate erreiche im September mit über drei Prozent einen neuen Jahreshöchststand und zugleich den höchsten Wert seit Dezember 2023.

Ohne Nahrungsmittel und Energie beträgt die Inflationsrate 2,4 %. Besonders stark steigen Energieprodukte, deren Preise im Vergleich zu September 2025 um 14,9 % zulegen, der höchste Anstieg seit Februar 2023.

Energie belastet Verbraucher stärker

Die Preisentwicklung wird vor allem durch Mineralölprodukte geprägt. Kraftstoffe verteuern sich im September 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 37,1 %, was den Auftrieb an den Tankstellen besonders sichtbar macht, während die Preise für Heizöl ebenfalls deutlich steigen.

Gleichzeitig gehen die Preise für Strom um 5,5 % und für Erdgas um 2,8 % zurück. Dienstleistungen verteuern sich um 2,7 %, während Nahrungsmittel mit einem Plus von 0,4 % unterdurchschnittlich zum Gesamtanstieg beitragen.

Nach den Angaben spiegelt die Entwicklung die aktuelle Lage mit höheren Energiepreisen wider. Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung für Verbraucher sind in den Septemberdaten noch nicht sichtbar.

Den Vorstoß der Fraktion Die Linke für Entlastungen bei hohen Energiekosten hatten wir zuvor thematisiert. In unserem Beitrag ging es um ein Energiekrisengeld von 150 Euro pro Person, ein Klimageld von 320 Euro aus CO2-Preiseinnahmen sowie eine Übergewinnsteuer für Unternehmen aus dem fossilen Energiesektor. Zudem standen zusätzliche Schutzregeln wie ein Verbot von Gas- und Stromsperren für schutzbedürftige Verbraucher im Mittelpunkt.

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