Tesla-Aktie fällt um 1,2%, da Fabrikbrand und behördliche Untersuchung Investoren verunsichern
Am 22. August wird die Tesla-Aktie bei $320,11 gehandelt, was einem Rückgang von 1,2% in den letzten 24 Stunden entspricht. Die Aktie eröffnete den Tag bei $322,00 und erreichte kurzzeitig ein Intraday-Hoch von $325,09, bevor sie sich auf ein Tief von $318,70 zurückzog.
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Höhepunkte
- Tesla-Aktien fielen um 1,2 %, da ein Feuer in der deutschen Gigafactory und eine neue NHTSA-Untersuchung betriebliche und regulatorische Bedenken aufkommen ließen.
- Die Aktie testet die Unterstützung in der Nähe von 320 $, wobei technische Indikatoren auf einen möglichen Abwärtstrend in Richtung 310 $ hindeuten.
- Geringere EV-Gutschriften und Insider-Verkäufe belasten die Stimmung der Anleger zusätzlich.
Aus technischer Sicht erweist sich die $320-Marke als weicher Unterstützungsbereich, wobei die $310-Marke die nächste kritische Unterstützungszone darstellt, falls sich die rückläufige Stimmung verstärkt. Auf der Oberseite wird ein Widerstand zwischen $330 und $335 erwartet, der sich mit den früheren gescheiterten Versuchen von Tesla deckt, sein Hoch von Anfang August wieder zu erreichen. Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt verläuft flach bei 327 $, während der gleitende 200-Tage-Durchschnitt bei 297 $ liegt und längerfristige Unterstützung bietet.
Der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart liegt weiterhin im neutralen Bereich um 48, was keine unmittelbaren Umkehrsignale erkennen lässt. Das Volumenprofil ist weiterhin hoch, mit über 55 Millionen Aktien, die innerhalb eines Tages umgetauscht wurden, was über dem jüngsten Durchschnitt liegt und auf verstärkte institutionelle Aktivität oder kurzfristige Positionierung hindeutet. Wenn der derzeitige Druck anhält, könnte Tesla in den kommenden Sitzungen erneut die Marke von 310 $ erreichen.

Dynamik des Tesla-Aktienkurses (Juni 2025 - August 2025). Quelle: TradingView
Die Bollinger Bands von Tesla beginnen sich zu verengen, was auf einen potenziellen Volatilitäts-Squeeze hinweist, der einer starken Richtungsänderung vorausgehen könnte. Der Kurs bewegt sich derzeit in der Nähe des unteren Bandes, was das kurzfristige Abwärtsmomentum verstärkt, sofern nicht ein entscheidender Kursanstieg erfolgt. Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) tendiert abwärts, wobei die Signallinie oberhalb der MACD-Linie liegt, was ein weiteres Indiz für ein schwächeres Momentum ist. Die Stochastik-Indikatoren tendieren ebenfalls abwärts, nachdem sie die 50er-Marke unterschritten haben, ohne jedoch Anzeichen einer überverkauften Situation zu zeigen.
Regulierungs-, Betriebs- und Marktrisiken drücken auf die Stimmung
Der jüngste Ausverkauf von Tesla ist auf eine Reihe negativer Entwicklungen zurückzuführen, die das Vertrauen der Anleger geschwächt haben. Dazu gehört vor allem eine neue bundesweite Untersuchung der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), die ergab, dass Tesla die Unfalldaten für seine Fahrerassistenzsysteme, einschließlich Autopilot und Full Self-Driving (FSD), verspätet übermittelt hat. Berichten zufolge hat das Unternehmen Dutzende von Unfallberichten mit monatelanger Verspätung eingereicht, was einen Verstoß gegen die vorgeschriebenen Bundesfristen darstellt. Diese behördliche Prüfung verstärkt die anhaltenden Bedenken hinsichtlich Teslas Ansatz zur Überwachung und Transparenz autonomer Fahrzeuge.
Zur gleichen Zeit brach in der Gigafactory von Tesla in Grunheide, Deutschland, ein Feuer in der Produktionsstätte für Batteriepacks aus. Das Feuer führte zu einer teilweisen Schließung und Evakuierung, was zu Bedenken hinsichtlich des Betriebs führte. Dieser Vorfall folgt auf eine sich bereits verschlechternde Leistung in Europa - Teslas Verkäufe in Europa fielen im ersten Halbjahr 2025 um 33 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei die deutschen Zulassungen um 58 % einbrachen. In der Zwischenzeit hat der chinesische Konkurrent BYD seine Präsenz in Deutschland ausgeweitet und seine Verkäufe im gleichen Zeitraum um 418 % gesteigert, wodurch Teslas Marktanteil unterboten wurde.
Weiterer Druck entsteht durch Washingtons Rücknahme der regulatorischen Kredite für Elektrofahrzeuge. Tesla hat seine Investoren gewarnt, dass das Unternehmen aufgrund des Wechsels von Biden zu Trump in der EV-Subventionspolitik bis zu 1,11 Milliarden Dollar an Einnahmen verlieren könnte. Diese Kredite haben in der Vergangenheit eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Rentabilität und des freien Cashflows von Tesla gespielt.
Begrenztes Aufwärtspotenzial ohne Katalysatoren
Kurzfristig wird sich Tesla wahrscheinlich in einer Spanne zwischen 315 und 330 $ bewegen, wobei das Abwärtsrisiko in Richtung 310 $ steigt, wenn sich die negativen Schlagzeilen weiter häufen. Die behördliche Untersuchung und die Unterbrechung der Produktion können die Stimmung in den kommenden Wochen belasten, insbesondere wenn sich die Verzögerungen beim Betrieb in Deutschland bestätigen oder wenn in den USA zusätzliche sicherheitsrelevante Untersuchungen auftauchen.
In einem rückläufigen Szenario könnte die Aktie die Marke von 310 $ durchbrechen und 297 $, das Niveau ihres gleitenden 200-Tage-Durchschnitts, anpeilen. Dies würde ein vollständiges Retracement der Gewinne von Anfang August bedeuten. Eine breitere Marktschwäche, ein stärkerer Dollar oder höhere Anleiherenditen könnten eine solche Entwicklung beschleunigen.
Analysten haben Tesla nach den enttäuschenden Ergebnissen herabgestuft und begründeten dies mit der hohen Bewertung des Unternehmens trotz des verlangsamten Gewinnwachstums. Niedrigere Auslieferungsprognosen, zunehmende chinesische Konkurrenz und schrumpfende Subventionen haben dazu geführt, dass die Kursziele nach unten korrigiert wurden.
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