Die wichtigste Quelle für Devisendaten im Iran wird nach der Kritik der Zentralbank abgeschaltet
Bonbast.com, die führende iranische Website zur Beobachtung des Wechselkurses des Rial auf dem freien Markt, wurde nach einer Welle von Cyberangriffen und zunehmenden Sicherheitsbedenken vom Netz genommen.
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Die Entscheidung zur Abschaltung der Website, die eine wichtige Ressource für Devisenhändler und iranische Bürger darstellt, erfolgte nach scharfer Kritik von Mohammad Reza Farzin, dem Chef der iranischen Zentralbank . Laut einer Erklärung der Bonbast-Administratoren wurde die Website von "schweren" DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service) angegriffen, die die Website mit überwältigendem Datenverkehr überschwemmten und sie für die Nutzer unzugänglich machten, berichtetBloomberg.
Die Angriffe verstärkten sich, nachdem Farzin die Website öffentlich dafür kritisiert hatte, dass sie ein "unrealistisches Signal" an den Devisenmarkt sendet, wie er es nannte. Bonbast, das Server in den Vereinigten Staaten betreibt, ist seit langem eine wichtige Quelle für die Beobachtung der schwankenden iranischen Wechselkurse auf dem freien Markt, die oft erheblich von den von der Regierung festgelegten offiziellen Kursen abweichen.
Als Reaktion auf den Cyberangriff und die wachsenden Sicherheitsrisiken für die Betreiber der Website haben die Administratoren von Bonbast beschlossen, die Website vom Netz zu nehmen. Ein Vertreter der Website bestätigte die Entscheidung und begründete dies mit der Sorge um die Sicherheit ihrer Familien und Kollegen im Iran, lehnte es jedoch ab, weitere Einzelheiten zu nennen.
Auswirkungen auf den iranischen Devisenmarkt
Die Schließung von Bonbast hat eine erhebliche Lücke im Markt hinterlassen, zumal der Rial gegenüber dem US-Dollar weiterhin auf Rekordtiefs fällt. Analysten führen die Abwertung der Währung auf mehrere Faktoren zurück, darunter die anhaltenden Sanktionen der USA und des Westens, die interne Instabilität des Irans und seiner Stellvertreter-Milizen sowie die sinkenden Ölpreise. Dieser wirtschaftliche Druck hat die Finanzlage des Irans stark geschwächt und zum freien Fall des Rial seit letztem Jahr beigetragen.
Die Äußerungen Farzins, über die die iranische Nachrichtenagentur für Arbeit berichtete, lassen vermuten, dass die Daten der Website zur Instabilität beigetragen haben, da sie ein Marktsignal liefern, das nicht mit den offiziellen Kursen der Regierung übereinstimmt. Die Kritik des Gouverneurs der Zentralbank ist Teil der Bemühungen der Regierung, den Wert des Rial angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen zu steuern.
Da der Iran weiterhin mit wirtschaftlicher Instabilität zu kämpfen hat, unterstreicht die Schließung von Bonbast die wachsende Spannung zwischen der staatlichen Kontrolle von Währungsinformationen und der Realität des freien Marktes. Die anhaltende Schwäche des Rial und die unsichere geopolitische Lage deuten darauf hin, dass ähnliche Websites in Zukunft unter die Lupe genommen oder weiter gestört werden könnten.
Darüber hinaus könnten europäische Aktien im Jahr 2025 einen deutlichen Aufschwung erleben, der durch verbesserte Wirtschaftsaussichten und günstige Aussichten für Unternehmensgewinne angeheizt wird, so die Strategen der Deutschen Bank AG.
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