Nasdaq Composite erholt sich um 2% nach Trumps milderen Tönen zu Handelsspannungen

Nasdaq Composite erholt sich um 2% nach Trumps milderen Tönen zu Handelsspannungen
Nasdaq erholt sich angesichts nachlassender Handelsspannungen

Der Nasdaq Composite Index wird die neue Woche positiv eröffnen, nachdem der steile Ausverkauf vom vergangenen Freitag die globalen Aktienmärkte erschüttert hatte.

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Die Nasdaq-Futures stiegen am Montag vorbörslich um fast 2 %, da die Anleger nach den milderen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu den Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China erneut Interesse an Risikoanlagen zeigten. Die Erholung erfolgte nach einem der stärksten Tagesrückgänge des Jahres, bei dem der Nasdaq von seinem Rekordhoch bei 23.125 Punkten um mehr als 4 % auf ein Zehntages-Tief bei 22.200 Punkten fiel, bevor er Unterstützung fand.

- Nasdaq erholt sich um 2 %, da die Anleger ihre Risikobereitschaft nach Trumps milderen Handelskommentaren neu einschätzen.

- Das Exportverbot für Seltene Erden löst einen Ausverkauf der AI-Aktien aus und vertieft die Sorgen der Marktteilnehmer um die Erträge.

- Der RSI des Nasdaq fällt unter 50 und verdeutlicht den Stimmungsumschwung von Optimismus zu einer defensiven Positionierung.

Der Ausverkauf am Freitag war die größte Liquidation an einem Tag im Jahr 2025. Der Rückgang machte alle früheren Gewinne des Oktobers zunichte und führte zu einem Verlust von 1,4 % im bisherigen Monatsverlauf. Der Rückgang war nicht nur eine technische Korrektur, sondern eine Reaktion auf eskalierende geopolitische und handelspolitische Schocks, die wachstumsstarke Technologiewerte am stärksten trafen. Der Markt wurde erschüttert, nachdem China ein Exportverbot für seltene Erden in die Vereinigten Staaten ankündigte, ein wichtiges Material, das in der Infrastruktur für künstliche Intelligenz, in Halbleitern und in der Rüstungsproduktion verwendet wird. Dieser Schritt setzte die KI- und Chip-Aktien, die in diesem Jahr das Rückgrat der historischen Rallye des Nasdaq bildeten, sofort unter Druck.

Nasdaq-Kursdynamik (Aug. - Okt. 2025). Quelle: Tradingview

Als Vergeltung verhängte Washington einen 100 %igen Zoll auf chinesische Technologieimporte und führte neue Exportkontrollen für in den USA hergestellte Software ein. Die Eskalation verstärkte die Besorgnis über die Aussichten für die Unternehmensgewinne und die Unterbrechung der Lieferketten in den Sektoren KI und Halbleiter. Diese Befürchtungen in Verbindung mit den anhaltenden Warnungen von Analysten vor einer Überbewertung des Marktes und dem Potenzial einer Aktienblase führten zu weit verbreiteten Gewinnmitnahmen.

Händler sehen in der Zollpolitik den wichtigsten Treiber für die nächste Nasdaq-Kursentwicklung

Aus technischer Sicht drückte der Rückgang des Nasdaqden RSI auf Tagesbasis unter die 50er-Marke und bestätigte damit zum ersten Mal seit Mai einen Wechsel zu einem rückläufigen Momentum. Der drastische Rückgang des RSI spiegelte den plötzlichen Stimmungswechsel von Euphorie zu Vorsicht wider, da die Händler schnell aus ihren Positionen ausstiegen, um das Risiko zu steuern. Der Freitag zeigte sich jedoch auch widerstandsfähig, da die Marke von 22 200 Punkten Unterstützung bot und einen tieferen Durchbruch des Aufwärtstrendkanals verhinderte, an dem sich der Index seit Wochen orientiert.

Kurzfristig ist der 20-Tage-EMA der entscheidende Dreh- und Angelpunkt für die Frage, ob sich die Erholung fortsetzen kann. Ein nachhaltiger Schlusskurs oberhalb dieses Niveaus könnte den Weg zurück in Richtung der psychologischen Marke von 23.000 Punkten und möglicherweise eines weiteren Rekordhochs ebnen, wenn sich die Stimmung nicht ändert. Dennoch hat die Zollpolitik jetzt mehr Gewicht bei der Bestimmung der nächsten wichtigen Richtung des Nasdaq, insbesondere da der Markt die Aussicht auf Zinssenkungen der Federal Reserve bereits eingepreist zu haben scheint.

Kürzlich haben wir darüber berichtet, dass der Nasdaq Composite trotz der Überbewertungswarnungen seine sechstägige Rekordserie fortsetzt. Der Index schloss bei 23.060 Punkten und spiegelt damit das starke Vertrauen der Anleger in die technologieorientierten Gewinne wider.

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