S&P 500 springt auf 6.654, da nachlassende Handelsspannungen den Aufschwung fördern

S&P 500 springt auf 6.654, da nachlassende Handelsspannungen den Aufschwung fördern
S&P 500 erholt sich auf 6.654 Punkte, da der mildere Ton zwischen den USA und China eine Risiko-Rallye in den wichtigsten Sektoren auslöst

Der S&P 500 Index kletterte am Montag um 1,56% und schloss bei 6.654,71 Punkten, was eine deutliche Erholung nach dem zollbedingten Einbruch der letzten Woche bedeutete. Die Erholung kam zustande, als Präsident Donald Trump seine Rhetorik gegenüber China abschwächte, was die Sorgen vor einem ausgewachsenen Handelskrieg verringerte und den Appetit auf Risikoanlagen wieder belebte.

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Höhepunkte

- Der S&P 500 steigt um 1,56 % auf 6.654,71, nachdem er sich von der Unterstützung bei 6.620 Punkten erholt hat.

- Trumps mildere Haltung gegenüber China lässt die Anleger wieder optimistisch werden.

- Der Hauptwiderstand liegt bei 6.780, die Unterstützung bei 6.620 und 6.540.

Der Benchmark-Index prallte von einer kurzfristigen Nachfragezone bei 6.620 ab, die durch den exponentiellen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt (EMA) bei 6.538,80 und einen langjährigen aufsteigenden Kanal unterstützt wird. Die Erholung am Montag drückte den Index zurück in Richtung seines Widerstands in der Mitte des Kanals und signalisierte nach einer von Volatilität geprägten Woche wieder Kaufkraft. Der 20-Tage-EMA bei 6.652,82 und der 100-Tage-EMA bei 6.362,20 untermauern weiterhin den übergeordneten Trend und spiegeln die strukturelle Unterstützung für den laufenden Aufwärtstrend wider, der im Mai begann.

Kursdynamik des S&P 500 (Quelle: TradingView)

Für Momentum-Trader ist der Bereich zwischen 6.680 und 6.700 Punkten zum entscheidenden Drehpunkt geworden. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Region würde wahrscheinlich den Weg zur oberen Begrenzung bei 6.780 und möglicherweise in Richtung 6.900 im weiteren Verlauf des Quartals öffnen. Auf der Abwärtsseite könnte ein Verlust der Unterstützung bei 6.620 einen Rückgang auf 6.540 auslösen, wobei sich das Risiko bei einer Verschlechterung der Stimmung bis auf 6.360 ausweiten könnte. Der Relative-Stärke-Index ist wieder auf 52,48 geklettert und zeigt damit ein ausgeglichenes Umfeld an, nachdem er in der vergangenen Woche in den überverkauften Bereich gefallen war.

Makro-Stimmung wird vorsichtig positiv

Die Kursgewinne vom Montag waren auf die Verbesserung der Risikostimmung nach Trumps Äußerungen zurückzuführen, dass die Vereinigten Staaten China "helfen und nicht schaden" wollen. Der geänderte Ton trug zur Beruhigung der Märkte bei, nachdem die Androhung von 100 %igen Zöllen in der vergangenen Woche fast 2 Billionen Dollar aus den weltweiten Aktienwerten herausgerissen hatte. Die Erholung wurde von den großen Technologiewerten angeführt: Tesla, Nvidia und Broadcom legten jeweils kräftig zu. Die Sektorrotation begünstigte auch wachstumsstarke Branchen wie Quantencomputer, saubere Energie und seltene Erden, was den erneuten Appetit auf innovationsgetriebene Vermögenswerte widerspiegelt.

Analysten stellen fest, dass die Erholung die Bereitschaft des Marktes unterstreicht, bei Kursrückgängen zu kaufen, sofern die geopolitischen Risiken nicht eskalieren. Während die Unsicherheit im Handelsbereich nach wie vor für Gegenwind sorgt, trösten sich die Anleger mit Anzeichen dafür, dass die Verhandlungen zwischen den USA und China noch nicht völlig gescheitert sind. Das Nachlassen der Zuflüsse aus Gold und Anleihen in sichere Häfen spricht für eine kurzfristige Stabilisierung der Aktienmärkte.

Ausblick

Die bevorstehende Gewinnsaison wird darüber entscheiden, ob die Rallye anhalten kann. Da große Banken wie JPMorgan und Goldman Sachs in den kommenden Tagen ihre Berichte vorlegen werden, werden die Anleger die Kreditbedingungen, die Kreditvergabe und die Trends bei den Verbraucherausgaben genau unter die Lupe nehmen. Starke Gewinne könnten die Widerstandsfähigkeit der Fundamentaldaten der US-Unternehmen bestätigen und den Weg für eine Bewegung in Richtung 6.780 und möglicherweise 6.900 ebnen.

Zuvor haben wir erörtert, dass der langfristige Aufwärtstrend des S&P 500 trotz gelegentlicher geopolitischer Schocks weiterhin durch starke Gewinnerwartungen und eine robuste Liquidität gestützt wird. Die Erholung in dieser Woche unterstreicht diese Aussage. Solange die Zollrisiken nicht wieder auftauchen oder die Gewinne enttäuschen, scheint der Index für eine allmähliche Erholung innerhalb seiner aufsteigenden Struktur positioniert zu sein.

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