Erneuter Ausverkauf des Nasdaq Composite durch zollbedingte Risikoaversion ausgelöst
Der Nasdaq Composite Index erholte sich zu Wochenbeginn um 2,2 % von seinem Rückgang in der vergangenen Woche und erreichte die Unterstützungsmarke von 22.200 Punkten, nachdem die Anleger wieder in Risikoanlagen investierten.
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Die Erholung folgte auf einen drastischen Ausverkauf, der durch erneute Handelsspannungen zwischen den USA und China ausgelöst wurde und einen Teil der früheren Gewinne vom Oktober zunichte machte. Die Erholung zeigte jedoch nur begrenzte Stärke, da der Kurs durch den Widerstand des 20 EMA auf dem 4-Stunden-Chart begrenzt wurde, was einen nachhaltigen Ausbruch aus dem kurzfristigen Druck verhinderte.
Höhepunkte
Die Erholung des Nasdaq wird durch den 20 EMA begrenzt, da die Handelsspannungen an den globalen Aktienmärkten wieder aufflammen.
Die Neutralität des RSI bestätigt ein schwaches Momentum, was darauf hindeutet, dass die Erholung ohne einen starken Aufwärtskatalysator abklingen könnte.
Händler bereiten sich auf Powells Rede, den IWF-Bericht und die Gewinne der großen Banken in dieser Woche vor.
Trotz des positiven Starts zeigten die technischen Messwerte des Nasdaq, dass sich das Momentum nicht entscheidend verändert hat. Der RSI blieb sowohl auf der 4- als auch auf der 1-Stunden-Linie neutral und schaffte es nicht, in den zinsbullischen Bereich vorzudringen, was das Zögern der Händler widerspiegelt, nach der Volatilität der letzten Woche wieder kräftig zu kaufen. Der Mangel an Überzeugung deutet darauf hin, dass es sich bei der Erholung eher um eine Korrektur als um den Beginn eines neuen Aufwärtstrends handelt.

Nasdaq-Kursdynamik (September - Oktober 2025). Quelle: Tradingview
Die fragile Stimmung bestätigte sich am Dienstag, als die Nasdaq-Futures um mehr als 1,5 % fielen und damit einen Großteil der Gewinne vom Montag wieder aufhoben. Die erneute Besorgnis über die Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China kam wieder auf, nachdem beide Länder begonnen hatten, zusätzliche Hafengebühren von Seeschifffahrtsunternehmen zu erheben, die wichtige Güter von Rohöl bis hin zu Konsumgütern transportieren. Die Maßnahme ließ die Angst vor einem anhaltenden Handelskrieg wieder aufleben und löste an den Aktienmärkten erneut Verkaufsdruck aus. Der Abschwung spiegelt die Rückkehr der Risikoaversion unter den Anlegern wider, die sich über steigende Kosten und die Unterbrechung der globalen Lieferketten zum Jahresende hin Sorgen machen.
Steigender Volatilitätsindex signalisiert, dass sich die Händler auf eine erhöhte Unsicherheit einstellen
Die Volatilität an den Märkten hat stark zugenommen, was sich im "Angst-Index" der Wall Street widerspiegelt, der auf den höchsten Stand seit fast vier Monaten gestiegen ist. Der Anstieg der impliziten Volatilität ist darauf zurückzuführen, dass die Händler die Aufregung über die nächste Phase der KI-Innovation gegen neue makroökonomische Unsicherheiten und den Beginn der Gewinnsaison für das dritte Quartal abwägen. Am Dienstag stehen außerdem wichtige Ereignisse auf dem Programm, die Kursschwankungen auslösen können, wie z. B. die Gewinnmeldungen führender US-Banken, eine Grundsatzrede des Vorsitzenden der Federal Reserve Jerome Powell und die Veröffentlichung des Weltwirtschaftsausblicks des Internationalen Währungsfonds.
Sollte sich die Schwäche im Laufe der Woche fortsetzen, könnte der Nasdaq Composite auf Wochensicht ins Minus drehen und tiefere Unterstützungen testen. Die Marke von 22.200 Punkten bleibt unmittelbare Unterstützung, während der 100 EMA auf dem 4-Stunden-Chart unterhalb von 22.000 Punkten das nächste Abwärtsziel darstellt, falls sich der Verkaufsdruck unter dem Gewicht der Handelsbedenken und der Marktvolatilität verstärkt.
Vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass der Nasdaq seine Rekordserie auf ein neues Hoch bei 23.060 Punkten ausdehnt. Diese Entwicklung spiegelte das starke Vertrauen in die Erträge der Technologiebranche wider, obwohl die Bedenken über eine Überbewertung zunahmen.
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