EUR/USD stabilisiert sich bei $1,149, da Händler die Vorsicht der EZB und die Blockade des US-Haushalts abwägen
EUR/USD versuchte sich am Dienstag in der Nähe von 1,149 zu stabilisieren und beendete damit eine fünftägige Verlustserie, da der Euro leichte Unterstützung durch eine vorsichtige Haltung der Europäischen Zentralbank fand, während der US-Dollar angesichts des anhaltenden Finanzierungsstillstands in Washington schwächelte. Der Haushaltsstillstand, der nun schon die sechste Woche andauert, hat begonnen, die Stimmung gegenüber dem Dollar zu trüben und den Druck auf den Euro etwas abzuschwächen.
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Höhepunkte
- EUR/USD stabilisiert sich nach fünf Abwärtstagen bei 1,149.
- Der ausgewogene Ton der EZB unterstützt den Euro, während die Unsicherheit über die Fed wächst.
- US-Finanzierungsstau und schwaches Momentum halten das Paar in einer Handelsspanne.
Technisch gesehen bleibt EUR/USD innerhalb einer absteigenden Handelsspanne gefangen, die den Abwärtstrend seit Anfang Oktober bestimmt hat. Die Verkäufer begrenzen weiterhin jede Erholung entlang der oberen Begrenzung des Kanals, während das Momentum weiterhin den Abwärtstrend begünstigt.

EUR/USD-Kursdynamik (Quelle: TradingView)
Das Paar bewegt sich derzeit in der Nähe der unteren Hälfte des Kanals und verteidigt den Bereich zwischen 1,1480 und 1,1500 - ein wichtiges psychologisches Niveau, das mit dem unteren Bollinger Band übereinstimmt. Ein nachhaltiger Durchbruch unter diese Region würde 1,1390 freilegen, gefolgt von einem tieferen Abwärtspotenzial in Richtung 1,1300.
Der exponentielle gleitende Durchschnitt (EMA) der 20-Tage-Linie bei 1,1593 hat sich seit fast drei Wochen als beständiger Widerstand erwiesen. Die 50- und 100-Tage-EMAs (1,1632 und 1,158) liegen leicht darüber und bilden ein Widerstandscluster, das auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeutet. Nur ein entscheidender Durchbruch über 1,163 würde das Momentum wieder zu Gunsten der Käufer verschieben und den Weg in Richtung 1,17 öffnen.
Bollinger Bänder zeigen eine Verengung der Spanne
Der Bollinger-Mittelwert neigt sich weiterhin nach unten, was auf eine stetige rückläufige Kontrolle hinweist. Der Preis, der sich an das untere Band anschmiegt, bestätigt den anhaltenden Druck, während die jüngste Volatilitätskompression darauf hindeutet, dass sich eine größere Richtungsbewegung bilden könnte.
Ein Schlusskurs unter dem unteren Band und dem Boden des Kanals könnte einen beschleunigten Rückgang auslösen. Umgekehrt würde die Rückeroberung von 1,1580 es dem Euro ermöglichen, den Widerstand in der Mitte der Handelsspanne zu testen und möglicherweise eine technische Erholung einzuleiten.
Makroökonomische Daten sprechen für eine vorsichtige Erholung
Grundlegend erhält der Euro vorsichtige Unterstützung durch die maßvolle Kommunikation der Europäischen Zentralbank. Die politischen Entscheidungsträger wiederholten ihren datenabhängigen Ansatz und erkannten an, dass sich die Inflation dem 2 %-Ziel nähert, während das Wachstum erste Anzeichen einer Stabilisierung zeigt. Diese Haltung "keine Eile mit Kürzungen, keine Eile mit Erhöhungen" hat dem Euro nach der jüngsten Schwäche geholfen, sich zu stabilisieren.
Jenseits des Atlantiks steht der US-Dollar vor seinen eigenen Herausforderungen. Der anhaltende Stillstand bei der Finanzierung des Bundeshaushalts - die Gesetzgeber haben den 14. kurzfristigen Vorschlag abgelehnt - ist nun auf dem besten Weg, der längste in der Geschichte der USA zu werden. In Verbindung mit gemischten Wirtschaftssignalen und einem geteilten Ausblick der Federal Reserve hat der Stillstand das Vertrauen der Anleger in den Dollar geschwächt. Die Renditen von Staatsanleihen sind leicht zurückgegangen, da die Märkte den potenziellen wirtschaftlichen Tribut einer anhaltenden fiskalischen Unsicherheit abschätzen.
Im Moment wird der Kursverlauf dieses Paares eher von der technischen Struktur als von makroökonomischen Überzeugungen bestimmt. Ein nachhaltiger Durchbruch über den EMA-Cluster würde die erste bedeutende Änderung des Tons seit Mitte Oktober markieren, während ein anhaltender Misserfolg unter 1,158 die Tendenz weiterhin stark rückläufig hält.
Ausblick: Konsolidierung vor der nächsten Trendwende
EUR/USD befindet sich weiterhin an einem entscheidenden Wendepunkt. Die Bullen müssen 1,158 zurückerobern, um den Verkaufsdruck zu neutralisieren und die Kanalobergrenze bei 1,163 anzusteuern. Die Bären behalten die Oberhand, solange der Kurs unter diesen gleitenden Durchschnitten bleibt.
Kurzfristig könnte sich das Paar zwischen 1,148 und 1,158 konsolidieren, während Händler die US-Daten und weitere Klarheit von der EZB abwarten. Sollte der Euro seinen derzeitigen Boden verteidigen, bleibt ein leichter Anstieg in Richtung 1,1650 möglich. Ein Durchbruch unter 1,148 könnte jedoch einen stärkeren Rückgang in Richtung 1,139 und 1,13 zur Folge haben.
Momentan befindet sich EUR/USD an einem Scheideweg - gefangen zwischen der nachlassenden Dynamik des US-Dollars und der anhaltenden Schwäche des Euro. Die nächste entscheidende Bewegung wird sich wahrscheinlich aus politischen Hinweisen oder einem klaren Durchbruch der aktuellen Kanalstruktur ergeben.
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