Bundesregierung sieht Mauretanien als Partner für Sicherheit und Energieinteressen

Bundesregierung sieht Mauretanien als Partner für Sicherheit und Energieinteressen
Mauretanien: Schlüsselpartner für Berlin

Nach der Reise von Außenminister Johann Wadephul im Juli unterstreicht die Bundesregierung die strategische Bedeutung der Beziehungen zu Mauretanien für ihre Afrika- und Sahelpolitik. Das Land gilt aus Sicht Berlins zugleich als relevanter Partner bei erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff, auch wenn derzeit keine Exportverhandlungen laufen.

Das Wichtigste

  • Die Bundesregierung bezeichnet Mauretanien als verlässlichen Partner für Sicherheit und erneuerbare Energien mit Priorität auf Terrorismus- und Fluchtursachen-Bekämpfung.
  • Mauretanien wird wegen Potenzial bei erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff als Beitrag zur Diversifizierung der deutschen Energiepolitik eingestuft.
  • Zwei deutsche Unternehmen, Möhring Energie und Select New Energies GmbH, sind an geplanten Wasserstoffprojekten in Mauretanien beteiligt, trotz fehlender Exportgespräche.

Politische und wirtschaftliche Einordnung der Beziehungen

Wie der Deutsche Bundestag berichtet, betont die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion die Bedeutung der deutsch-mauretanischen Beziehungen für das Ziel einer sicheren und stabilen Sahelregion. Mauretanien sei für die Bundesregierung ein verlässlicher Partner, mit dem Deutschland bei der Eindämmung struktureller Ursachen von Terrorismus und Flucht vertrauensvoll zusammenarbeite.

Die Bundesregierung verweist zudem auf die energiepolitische Relevanz Mauretaniens für Deutschland. Aufgrund seines Potenzials bei erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff könne das Land zur Diversifizierung der deutschen Energiepolitik beitragen.

Zu den Inhalten der Gespräche während der Reise von Johann Wadephul macht die Bundesregierung mit Verweis auf die Vertraulichkeit keine Angaben. In der Antwort werden jedoch die Mitglieder der offiziellen Delegation sowie mitgereiste Wirtschaftsvertreter aufgeführt.

Bedeutung für deutsche Energie- und Unternehmensinteressen

Nach Angaben der Bundesregierung verhandelt die Bundesrepublik derzeit nicht mit der mauretanischen Regierung über den Export von grünem Wasserstoff nach Deutschland. Zugleich erklärt sie, dass sie sich für deutsche Wirtschaftsinteressen einsetzt und die Geschäftsbeziehungen deutscher Unternehmen in Mauretanien weiterhin flankieren will.

Derzeit sind demnach mit Möhring Energie und der Select New Energies GmbH zwei deutsche Unternehmen an geplanten Wasserstoffprojekten in Mauretanien beteiligt. Damit bleibt das Land trotz fehlender Exportgespräche ein Beobachtungsmarkt für deutsche Firmen im entstehenden Wasserstoffsektor.

In unserem früheren Bericht über die Agenda im Bundestag standen geplante Änderungen am Klimaschutzgesetz sowie die Förderung erneuerbarer Energien im Fokus, die für Energieunternehmen, Investoren und Verbraucher relevant sind. Außerdem wurde eine neue Regierungsinitiative gegen Altersarmut vorgestellt und in der Fragestunde über mehr Transparenz politischer Entscheidungsprozesse diskutiert.

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