Meta will überschüssige KI-Kapazitäten monetarisieren
Meta Platforms entwickelt Pläne für ein Cloud-Infrastrukturgeschäft, das den Zugang zu Rechenleistung für künstliche Intelligenz und gehostete Modelle verkaufen würde. Dieser Schritt würde Meta eine Möglichkeit bieten, seine enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur in Einnahmen umzuwandeln, während es gleichzeitig in einen direkteren Wettbewerb mit Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud tritt.
Höhepunkte
- Meta prüft ein Cloud-Geschäft für KI-Rechenleistung und gehostete Modelle.
- Der Plan könnte Meta näher an AWS, Azure und Google Cloud rücken.
- Das Geschäft könnte helfen, die hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur auszugleichen.
- Die Strategie befindet sich noch in der Entwicklung und könnte sich ändern.
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Eine neue Nutzung für die Meta-KI-Infrastruktur
Laut Bloomberg würde das geplante Geschäft um Metas wachsende Rechenbasis herum aufgebaut, einschließlich Rechenzentren, Chips und internen KI-Systemen. Ein diskutiertes Modell würde Entwicklern den Zugriff auf KI-Modelle ermöglichen, die auf der Meta-Infrastruktur gehostet werden, in einer Struktur ähnlich wie Amazon Bedrock. Eine andere Option wäre der Verkauf von reiner Rechenkapazität, was eher dem Geschäftsmodell von KI-Cloud-Unternehmen wie CoreWeave entspricht.
Das Vorhaben ist Teil von Meta Compute, einer internen Initiative, die sich auf den Aufbau und die Verwaltung der KI-Infrastruktur des Unternehmens konzentriert. An der Initiative beteiligt sind Santosh Janardhan, Metas Leiter der Infrastruktur; Daniel Gross, ein führender Kopf innerhalb der Meta Superintelligence Labs; und Meta-Präsidentin Dina Powell McCormick. Meta lehnte eine Stellungnahme ab, und die Pläne können sich noch ändern.
Investoren suchen nach Renditen für KI-Ausgaben
Meta hat künstliche Intelligenz zu einer seiner obersten Prioritäten gemacht, wobei CEO Mark Zuckerberg argumentiert, dass die Branche durch die verfügbare Rechenleistung eingeschränkt wird. Das Unternehmen hat enorme Summen in KI-Rechenzentren und die zugehörige Infrastruktur investiert, einschließlich Verträgen mit Cloud- und Infrastrukturanbietern.
Diese Ausgaben haben Fragen zur Rentabilität aufgeworfen. Ein Cloud-Geschäft könnte helfen, einige dieser Bedenken auszuräumen, indem es Meta ermöglicht, ungenutzte Kapazitäten oder den kostenpflichtigen Zugang zu gehosteten KI-Diensten zu verkaufen. Zuckerberg sagte den Aktionären im Mai, dass der Verkauf von überschüssiger Rechenleistung oder das Angebot eines API-Dienstes „definitiv auf dem Tisch“ liege, obwohl er einschränkte, dass Meta dies bisher nicht getan habe, da man die Kapazitäten noch intern nutzen wolle.
Das Cloud-Rennen tritt in eine neue Phase
KI hat die Ökonomie des Cloud-Computings verändert. Die wertvollste Kapazität ist nicht mehr nur Speicherplatz und allgemeine Rechenleistung, sondern spezialisierte Chips und Rechenzentren, die in der Lage sind, große KI-Modelle zu trainieren und zu betreiben.
Für Meta könnte der Verkauf von Rechenleistung überdimensionierte Infrastruktur in eine Einnahmequelle verwandeln. Für Konkurrenten könnte dies einen mächtigen neuen Marktteilnehmer mit großflächigen Rechenzentren und eigenen KI-Modellen bedeuten. Das Risiko liegt in der Ausführung: Cloud-Dienste erfordern Vertrieb für Unternehmenskunden, Software-Tools, Support und Zuverlässigkeit, nicht nur Chips. Sollte Meta den Plan umsetzen, würde das Unternehmen in einen der wettbewerbsintensivsten und kapitalintensivsten Märkte der Technologiebranche eintreten.
Zuvor berichteten wir, dass Meta eine Minderheitsbeteiligung am indischen Fintech Cred erwirbt.
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