Oksana Koneva

Afrikanischer Caucus und IWF bekräftigen Partnerschaft zur Förderung von Resilienz und wirtschaftlicher Transformation

Afrikanischer Caucus und IWF bekräftigen Partnerschaft zur Förderung von Resilienz und wirtschaftlicher Transformation
IWF und Afrika stärken Partnerschaft

Afrikanische Finanzvertreter und der Internationale Währungsfonds erklären, dass Afrika mit zahlreichen externen und binnenwirtschaftlichen Belastungen konfrontiert ist und zugleich Wachstum sowie makroökonomische Stabilität bewahren will. In der gemeinsamen Erklärung zu ihrem Treffen in Bangkok heißt es, dass der Kontinent in diesem Jahr voraussichtlich dennoch um 4,5 Prozent wachsen wird, obwohl Schuldenbelastungen, rückläufige externe Hilfe und höhere Energiekosten die Haushalte belasten.

Das Wichtigste

  • Afrikanischer Caucus und IWF bekräftigen Partnerschaft bei den IWF-Weltbank-Jahrestagungen 2026 in Bangkok und priorisieren Resilienz sowie wirtschaftliche Transformation für Afrika.
  • Die Inflation in den afrikanischen Ländern wird 2024 voraussichtlich auf 9,3 Prozent sinken, doch Schuldenrisiken und hohe Energiepreise bedrohen weiterhin die makroökonomische Stabilität.
  • Die Erklärung fordert breitere Steuerbemessungsgrundlagen, tiefere Finanzmärkte und die Umsetzung der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone, um inklusives, beschäftigungsintensives Wachstum zu fördern und die Repräsentation beim IWF zu stärken.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Politische Prioritäten bei den Treffen in Bangkok festgelegt

Wie der Internationale Währungsfonds berichtet, nutzen der Afrikanische Caucus und der IWF die IWF-Weltbank-Jahrestagungen 2026 in Bangkok, um ihre Zusammenarbeit bei Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz und zur Förderung der wirtschaftlichen Transformation auf dem gesamten Kontinent zu bekräftigen.

In der von Seedy Keita, Vorsitzender des Afrikanischen Caucus, und IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva veröffentlichten Erklärung heißt es, dass die afrikanischen Volkswirtschaften trotz der Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten weiterhin Widerstandsfähigkeit zeigen. Die Inflation soll auf 9,3 Prozent sinken, bleibt jedoch erhöht, während rohstoffreiche Volkswirtschaften von Verbesserungen der Terms of Trade profitieren dürften.

Die Vertreter warnen zudem, dass die Anfälligkeit durch Schulden in mehreren Ländern weiterhin hoch sei, da der Schuldendienst knappe öffentliche Mittel aufzehre. Sie erklären, dass restriktivere globale Finanzierungsbedingungen und das Risiko eines schweren El Niño zusätzlichen Druck erzeugen könnten, während eine expansive Fiskalpolitik dazu beitragen würde, den Schock in Volkswirtschaften abzufedern, die nicht reich an natürlichen Ressourcen sind.

Schulden, Arbeitsplätze und Repräsentation bleiben zentrale Themen

Der Afrikanische Caucus erklärt, dass die Sicherung der makroökonomischen Stabilität für nachhaltiges und inklusives Wachstum unerlässlich ist, insbesondere da höhere Energiepreise die Kosten für Haushalte und Unternehmen erhöhen. Die politischen Entscheidungsträger betonen die Notwendigkeit, die Inflation einzudämmen, die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen und Schulden zu wahren sowie Governance und Transparenz zu stärken.

Die Erklärung fordert zudem breitere Steuerbemessungsgrundlagen, eine stärkere Steuereinhaltung und intelligentere Ausgaben, damit Regierungen gefährdete Haushalte schützen, Entwicklungsbedürfnisse erfüllen und Klimaresilienz finanzieren können. Sie fügt hinzu, dass erschwingliche internationale Finanzierung und technische Unterstützung angesichts rückläufiger externer Hilfe weiterhin wichtig seien.

Im Hinblick auf die längerfristige Transformation erklären beide Seiten, dass beschäftigungsintensives Wachstum von einem attraktiveren Investitionsklima, tieferen Finanzmärkten und einer stärkeren regionalen Integration abhängt. Sie verweisen auf die vollständige Umsetzung der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone als Möglichkeit, Märkte zu erweitern, regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen und Afrikas globale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Zugleich fordern sie weitere Fortschritte hin zu einer stärkeren afrikanischen Repräsentation beim IWF.

Frankreichs Schuldenprobleme und die Frage, ob Institutionen der Eurozone eingreifen könnten, standen im Mittelpunkt unserer früheren Berichterstattung, nachdem EZB-Präsidentin Christine Lagarde betont hatte, dass die erste Reaktion aus Paris durch Haushaltskonsolidierung erfolgen sollte und nicht durch kurzfristige Anleihekäufe der EZB. Wir wiesen auch auf ihre Warnung hin, dass die hohe Inflation größtenteils durch Energiepreise infolge des Nahostkonflikts verursacht werde, während die politischen Entscheidungsträger angesichts des weiterhin moderaten Wachstums mögliche Zweitrundeneffekte genau beobachten.

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