Elena Nikulina

EBRD erweitert Biodiversitätsfinanzierungsagenda auf der COP17

EBRD erweitert Biodiversitätsfinanzierungsagenda auf der COP17
EBRD stärkt Biodiversitätsfinanzierung

Die globale Biodiversitätspolitik tritt in eine neue Umsetzungsphase ein, da sich die Länder darauf vorbereiten, die gemeinsamen Fortschritte im Rahmen des Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework zu überprüfen. Vor diesem Hintergrund will die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung die COP17 nutzen, um auf mehr Investitionen und die Mobilisierung des Privatsektors zu drängen, damit der Verlust der Natur gestoppt und umgekehrt werden kann.

Das Wichtigste

  • Die EBRD wird die COP17 als wichtiges Forum nutzen, um den globalen Biodiversitätsrahmen von 2022 in konkrete Investitionen und Maßnahmen umzusetzen, wobei sie die erheblichen wirtschaftlichen Risiken des Biodiversitätsverlusts hervorhebt.
  • Die COP17-Sitzungen der EBRD am 22., 26. und 28. Oktober werden die Finanzierung skalierbarer naturpositiver Investitionen, die Verknüpfung von Biodiversität mit Infrastruktur sowie die Balance zwischen dem 30x30-Ziel und dem Ausbau erneuerbarer Energien behandeln.
  • Die Agenda signalisiert einen zunehmenden Fokus multilateraler Kreditgeber und Investoren auf die Integration von Biodiversitätsrisikoteilung, Projektstandards und Kapitalmobilisierung in die gängige Infrastruktur-, Energie- und Agrar- und Ernährungsfinanzierung.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

EBRD legt COP17-Prioritäten dar

Wie von der EBRD berichtet, wird der multilaterale Kreditgeber an der 17. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt teilnehmen und die Veranstaltung als wichtiges Forum positionieren, um internationale Biodiversitätsziele in Investitionen und Maßnahmen umzusetzen.

Die Konferenz ist die erste globale Überprüfung der Fortschritte seit der Verabschiedung des Biodiversitätsrahmens im Jahr 2022. Sie bringt Regierungen, internationale Organisationen, Entwicklungspartner, Unternehmen und die Zivilgesellschaft zusammen, um die globale Biodiversitätsagenda voranzubringen.

Für die Bank sind Naturschutz und Renaturierung eng mit wirtschaftlicher Resilienz und nachhaltigem Wachstum verbunden. Ihrer Ansicht nach unterstützen gesunde Ökosysteme die Ernährungs- und Wassersicherheit, widerstandsfähige Infrastruktur und Lieferketten, während der Verlust der Biodiversität erhebliche Risiken für Volkswirtschaften und Unternehmen schafft.

Die EBRD erklärt, dass ihre Rolle als multilaterale Entwicklungsbank mit starkem Fokus auf den Privatsektor es ihr ermöglicht, Projektentwicklung, Mischfinanzierung, Politikdialog, technische Hilfe sowie Umwelt- und Sozialschutzmaßnahmen zu verbinden. Ihre Delegation wird von Vizepräsidentin und Chief Risk Officer Fatoumata Bouaré geleitet und umfasst Führungskräfte aus den Bereichen Klima, Umwelt, Agribusiness und regionale Geschäftstätigkeit.

Themen der Naturfinanzierung und Marktauswirkungen

Das Programm der Bank auf der COP17 konzentriert sich darauf, wie kommerziell tragfähige Finanzierungen für Renaturierung und naturpositive Investitionen skaliert werden können. Die für den 22. Oktober geplanten Sitzungen umfassen Diskussionen darüber, wer in großem Maßstab für die Natur bezahlt, sowie über die Verknüpfung von Biodiversitätsergebnissen mit Infrastrukturinvestitionen.

Weitere Veranstaltungen am 26. Oktober befassen sich mit den Beiträgen multilateraler Entwicklungsbanken zur Umsetzung des globalen Biodiversitätsrahmens sowie mit der Balance zwischen dem 30x30-Schutzziel und einer Verdreifachung der erneuerbaren Energien. Am 28. Oktober nimmt die EBRD zudem an Panels zur Finanzierung des Agrar- und Ernährungswandels teil und veröffentlicht eine MDB-Kurzinformation zur Integration von Biodiversitätsgewinnen in die Entwicklungsfinanzierung sowie zur Mobilisierung von Investitionen für die Wiederherstellung von Ökosystemen.

Die Agenda unterstreicht die breitere Bestrebung von Entwicklungsfinanzierern, Biodiversität in die gängigen Finanzierungsentscheidungen einzubetten. Für Investoren in Infrastruktur, Energie und Agrar- und Ernährungswirtschaft weist dies auf eine zunehmende Aufmerksamkeit für Instrumente zur Risikoteilung, Projektstandards und die Kapitalmobilisierung hin, die an Naturergebnisse gebunden sind.

In unserem früheren Artikel über Mario Draghis Warnung vor einer restriktiven Geldpolitik haben wir untersucht, wie Zinssätze über den Wachstumsraten die Schuldendynamik verschärfen und die für langfristiges Wachstum erforderlichen strukturellen Investitionen gefährden können. Zudem verwiesen wir auf sein Argument, dass Zentralbanken der Inflationsbekämpfung Priorität einräumen und die Zinsen zugleich so niedrig wie möglich halten sollten, sofern dies mit Preisstabilität vereinbar ist, da eine übermäßig straffe Politik die Kapitalkosten erhöhen und Produktivität sowie Resilienz belasten kann.

Dieses Material kann Meinungen Dritter enthalten, keine der Daten und Informationen auf dieser Webseite stellt eine Anlageberatung gemäß unserem Haftungsausschluss dar. Obwohl wir uns an strikte redaktionelle Integrität halten, kann dieser Beitrag Verweise auf Produkte unserer Partner enthalten.