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In einer aktuellen Analyse hebt Gert Wöllmann hervor, dass die Zahl der ''Totalverweigerer'' beim Bürgergeld deutlich niedriger ausfällt als bislang vermutet. Laut Wöllmann werden diese auf lediglich 30 bis 40 Fälle geschätzt, statt dem oftmals angenommenen Anteil von 1 Prozent. Gleichzeitig kritisiert er, dass die Schäden durch Steuerhinterzieher weiterhin mit hohen Schätzwerten zwischen ''100 und 125 Milliarden Euro'' bemessen werden, ohne dass eine entsprechende differenzierte Betrachtung stattfindet.
Wöllmann, der sich regelmäßig mit sozial- und steuerpolitischen Themen beschäftigt, fordert eine realistischere Einordnung der Statistiken und einen faktenbasierten Diskurs über die tatsächlichen Belastungen für Sozial- und Steuerkassen.
Wöllmann hat in der Vergangenheit bereits auf Fragestellungen im Bereich Energie hingewiesen, etwa indem er zu optimistische Angaben zur Lebensdauer von Windkraftanlagen kritisierte. Im Steuerbereich verwies er zudem auf die Relevanz der Bemessungsgrundlagen bei historischen Vergleichen und warnte vor oberflächlichen Vergleichen historischer Spitzensteuersätze. Seine aktuellen Analysen basieren regelmäßig auf der Forderung nach einer differenzierten Betrachtung politischer und wirtschaftlicher Statistiken.