Frankfurter Zoll beschlagnahmt 4,7 Tonnen unversteuerten Kaffee
Im Zuge laufender Ermittlungen wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung haben Zollfahnder in Frankfurt am Main 4,7 Tonnen unversteuerten Kaffee sichergestellt. Die Maßnahme betrifft ein Verfahren gegen drei Männer und könnte den bislang auf 11.000 Euro geschätzten Steuerschaden noch deutlich erhöhen.
Das Wichtigste
- Frankfurter Zoll beschlagnahmte am 27. Oktober 2026 insgesamt 4,7 Tonnen unversteuerten Kaffee in einem Lager in Frankfurt am Main.
- Drei Männer stehen im Verdacht, unversteuerten Kaffee aus den Beneluxstaaten nach Deutschland eingeführt und dadurch Kaffeesteuer hinterzogen zu haben.
- Der derzeitige geschätzte Steuerschaden beträgt 11.000 Euro, wobei die Auswertung der sichergestellten Beweismittel möglicherweise eine höhere Summe ergeben könnte.
Durchsuchungen und Sicherstellung in Frankfurt
Wie Zoll mitteilte, stellten Frankfurter Zollfahnderinnen und Zollfahnder am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, die Ware in einem Lager in Frankfurt am Main sicher. Zudem durchsuchten die Einsatzkräfte acht Wohn- und Geschäftsräume in der Mainmetropole nach weiteren schriftlichen und elektronischen Beweismitteln.Die Ermittlungen erfolgen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und laufen seit Ende 2024. Im Fokus stehen drei Männer, die im Verdacht stehen, unversteuerten Kaffee aus den Beneluxstaaten unerlaubt nach Deutschland eingeführt und damit Kaffeesteuer hinterzogen zu haben.
Den aktuellen Maßnahmen gingen laut den Behörden Feststellungen der Hauptzollämter Darmstadt und Bielefeld voraus. Bei Geschäftsprüfungen im Betrieb der Beschuldigten sowie bei Zollkontrollen waren Auffälligkeiten bei den angemeldeten Mengen eingeführten Kaffees festgestellt worden.
Kaffeesteuer und mögliches finanzielles Ausmaß
Kaffee gilt in Deutschland als verbrauchsteuerpflichtiges Genussmittel und unterliegt damit der Überwachung durch den Zoll. Wird Röstkaffee aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt und greift keine Ausnahme, entsteht Kaffeesteuer, die abzuführen ist.Neben dem Verdacht der Hinterziehung von Kaffeesteuer ermittelt die Steuerfahndung auch wegen möglicher Umsatzsteuer-, Einkommensteuer- und Gewerbesteuerhinterziehung. Die weitere Auswertung der sichergestellten Beweismittel soll nun zeigen, ob der derzeit geschätzte Steuerschaden von 11.000 Euro nach oben korrigiert werden muss.
Beim Abtransport des sichergestellten Kaffees unterstützte das Technische Hilfswerk, Ortsverband Frankfurt am Main. Die Ermittlungen dauern an.
In unserem früheren Artikel zu den Realsteuereinnahmen der Gemeinden haben wir berichtet, dass Städte und Gemeinden 2025 insgesamt 92,5 Milliarden Euro aus Gewerbe- und Grundsteuern erzielten, wobei die Gewerbesteuer mit 76,4 Milliarden Euro einen Rekordwert erreichte. Außerdem haben wir erläutert, dass die seit 1. Januar 2025 geltende Grundsteuerreform die Hebesätze teils deutlich verändert und Vergleiche zwischen Bundesländern erschwert.
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