Nasdaq-Futures stürzen ab, da KI-Aktien erneut unter Verkaufsdruck geraten

Nasdaq-Futures stürzen ab, da KI-Aktien erneut unter Verkaufsdruck geraten
Nasdaq-Futures rutschen wegen KI-Schulden und Zinssorgen ab

​Nasdaq-100-Futures fielen am Donnerstag deutlich, da Anleger infrage stellten, ob Technologieunternehmen ihre rasche Expansion im Bereich künstliche Intelligenz aufrechterhalten können, ohne übermäßige Schulden aufzunehmen. Steigende Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die Federal Reserve setzten Wachstumsaktien vor einer weiteren Runde von US-Wirtschaftsdaten zusätzlich unter Druck.

Das Wichtigste

  • Nasdaq-Futures fallen um 1,36 %, da sich die Sorgen um die KI-Finanzierung verschärfen.
  • CoreWeave und Chiphersteller weiten ihre Verluste wegen Schuldenbedenken aus.
  • Inflationsdaten könnten die Erwartungen an Fed-Zinserhöhungen verändern.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Nasdaq-100-Futures notierten bei 29.772,25 und damit 1,36 % niedriger, während S&P-500-Futures um 0,34 % auf 7.743,75 nachgaben. Dow-Jones-Futures stiegen um 0,28 % auf 52.001. Dies zeigte eine deutliche Divergenz zwischen Technologieaktien und dem Gesamtmarkt, da Bedenken hinsichtlich der KI-Finanzierung die Anleger weiter verunsicherten, berichtet CNBC.

Schuldenbedenken bei KI-Aktien greifen auf den Technologiesektor über

CoreWeave blieb im Zentrum des Ausverkaufs, nachdem die Aktie am Mittwoch 15 % verloren hatte und Anleger den Finanzierungsbedarf für den Ausbau von Rechenzentren hinterfragten. Die Aktien fielen im vorbörslichen Handel um weitere 6,3 %, während der Druck auf Unternehmensanleihen die Renditen und damit die Kreditkosten nach oben trieb.

Auch Oracle gab nach und verlor vor der Börsenglocke 2,1 %, nachdem die Aktie in der vorherigen Sitzung fast 9 % eingebüßt hatte.

Der Verkaufsdruck griff auf Halbleiterunternehmen über. Nvidia verlor 3 %, Micron Technology fiel um 4,7 % und Advanced Micro Devices gab 2,3 % nach. Sandisk verlor rund 4 %, während die in den USA gelisteten SK-Hynix -Aktien um 11,3 % abrutschten.

Die Schwäche folgte auf einen starken Rückgang südkoreanischer Aktien, wobei der Kospi mehr als 7 % verlor.

Selbst starke operative Ergebnisse boten nur begrenzte Beruhigung. TSMC meldete erneut einen Rekordquartalsgewin n, äußerte sich jedoch vorsichtig zum Ausblick für 2027, während das gemeldete vierteljährliche Umsatzwachstum von 45 % bei Anthropic das Vertrauen in KI-bezogene Investments nicht wiederherstellen konnte.

Inflation erhöht den Druck auf die KI-Finanzierung

Der Ausverkauf beschleunigte sich, nachdem die stärker als erwartete Verbraucherinflation im September die Erwartungen weiterer geldpolitischer Straffungen durch die Federal Reserve steigen ließ.

Höhere Zinsen bedrohen Unternehmen, die teure Recheninfrastruktur über Schulden finanzieren. Zudem verringern sie die relative Attraktivität von Wachstumsaktien, deren Bewertungen stark von zukünftigen Gewinnen abhängen.

Händler sahen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober bei 27 %, verglichen mit 20 % eine Woche zuvor. Die Erwartungen für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Dezember stiegen auf 67 %.

Anleger warteten auf die Erzeugerpreise für September, die Einzelhandelsumsätze und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die allesamt für 8:30 Uhr ET angesetzt waren, um weitere Hinweise auf Inflation und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu erhalten.

Wirtschaftsdaten und Quartalszahlen stellen das Marktvertrauen auf die Probe

Der Nasdaq Composite und der S&P 500 verzeichneten am Mittwoch ihre größten Tagesverluste seit Juli und ließen den Technologiesektor besonders anfällig für einen weiteren enttäuschenden Wirtschaftsbericht zurück.

Der Nasdaq liegt mehr als 3 % unter seinem jüngsten Rekord, obwohl Analysten starke Unternehmensgewinne prognostizieren. Schätzungen der LSEG zufolge könnten die Gewinne des S&P 500 im dritten Quartal um 30,6 % steigen, angeführt von Technologie- und Energieunternehmen.

Die unmittelbare Frage ist, ob diese Gewinne das Ausmaß der KI-Investitionen rechtfertigen können. Eine länger anhaltende Abschwächung der Infrastrukturausgaben könnte Chiphersteller, Cloud-Anbieter und die Erwartungen an das US-Wirtschaftswachstum beeinträchtigen.

Der Erzeugerpreisbericht vom Donnerstag wird daher besonderes Gewicht haben. Hinweise auf anhaltenden Preisdruck könnten die Erwartungen höherer Kreditkosten verstärken, während schwächere Werte den Technologieaktien etwas Erleichterung verschaffen könnten.

Zuvor berichteten wir, dass sich der globale Tech-Ausverkauf verschärft, da die Bedenken hinsichtlich der Finanzierung von Rechenzentren zunehmen.

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