Pepco schließt Eigenverwaltungs-Insolvenz ab und startet mit kleinerem Filialnetz neu in Deutschland

Pepco schließt Eigenverwaltungs-Insolvenz ab und startet mit kleinerem Filialnetz neu in Deutschland
Pepco startet Neustart

Nach der im Sommer 2025 gestarteten Insolvenz der deutschen Pepco-Tochter ist das Eigenverwaltungsverfahren nun abgeschlossen, wie Sanierungsgeschäftsführer Christian Stoffler gegenüber BILD erklärte. Der Neustart erfolgt jedoch mit deutlich reduziertem Filialnetz und weniger Personal. Damit versucht der Discounter, sein Deutschlandgeschäft nach Verlusten im harten Wettbewerbsumfeld wieder auf eine tragfähige wirtschaftliche Basis zu stellen.

Höhepunkte

  • Pepco Germany hat im Zuge der Eigenverwaltungs-Insolvenz sein Filialnetz von 64 auf 36 Standorte und die Belegschaft von 500 auf 350 reduziert.
  • Die Gläubigerversammlung und das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg haben den Sanierungsplan einstimmig und rechtskräftig bestätigt; neue Geschäftsführung übernimmt planmäßig.
  • Laut Manager Magazin gibt es Spekulationen, dass Pepco den zum Verkauf stehenden Billighändler Takko übernehmen könnte, konkrete Details fehlen jedoch.

Sanierungsplan bestätigt, Filialen und Jobs reduziert

Pepco Germany hatte im Juli 2025 Insolvenz beantragt, das Verfahren wurde am 1. Oktober 2025 eröffnet. Laut Angaben aus dem Artikel ist das Filialnetz im Zuge der Sanierung von 64 auf 36 Standorte geschrumpft. Zudem sinkt die Mitarbeiterzahl in Deutschland von 500 auf rund 350. Stoffler bezeichnete den Verlauf trotz des Abbaus als optimal, die Gläubigerversammlung habe dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt und das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg habe ihn rechtskräftig bestätigt.

Neue Führungsstruktur und Konkurrenzdruck im Discountermarkt

Mit dem Abschluss des Verfahrens will Pepco nach eigenen Aussagen in Deutschland wieder „auf gesunder Basis“ wachsen und profitabel arbeiten. Stoffler kündigte an, wie vorgesehen nach Verfahrensende sein Mandat niederzulegen. Künftig soll die Geschäftsführung der Pepco Germany GmbH aus Daniel Blaumann, Jorge Gervasi (COO Westeuropa) und Ľubica Poláková (Leiterin Finanzwesen) bestehen. Pepco ist seit 2022 in Deutschland aktiv, vor allem in Ostdeutschland, und konkurriert hier insbesondere mit Tedi und Action.

Übernahme-Spekulationen um Takko als nächste Option

Über den operativen Neustart hinaus gibt es Spekulationen über mögliche Zukäufe. Laut dem im Artikel zitierten „Manager Magazin“ könnte Pepco den Billighändler Takko übernehmen, der zum Verkauf steht. Demnach sei Pepco zuletzt als möglicher Käufer gehandelt worden. Eine Bestätigung für konkrete Verhandlungen oder einen Zeitplan nennt der Artikel jedoch nicht.

Wir berichteten zuvor über die technische Lage der Continental-Aktie (CON) mit Kurs über den wichtigen gleitenden Durchschnitten (MA-20, MA-50 und MA-200) und insgesamt bullischem Setup. In der Analyse wurde zugleich auf ein steigendes Überkauft-Risiko durch Oszillatoren sowie mögliche kurzfristige Korrekturen hingewiesen, während Momentum-Signale weiterhin robust blieben.

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