Deutsche Börse steigert Umsatz und EBITDA im zweiten Quartal 2026, Ausblick für Treasury-Ergebnis erhöht
Die Deutsche Börse legt für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 höhere Erlöse und eine verbesserte Profitabilität vor, obwohl sich das Marktumfeld nach der Volatilität im März normalisiert. Der Konzern bestätigt zugleich seine Ziele für das operative Geschäft und hebt wegen veränderter Zinserwartungen sowie höherer Cash-Bestände die Prognose für das Treasury-Ergebnis an.
Höhepunkte
- Die Deutsche Börse steigert im zweiten Quartal 2026 den Nettoerlös um 7 Prozent auf 1,617 Milliarden Euro und das EBITDA um 10 Prozent auf 980 Millionen Euro.
- Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Konzern aufgrund eines stärkeren Treasury-Ergebnisses nun über 6,4 Milliarden Euro Nettoerlös und mehr als 3,8 Milliarden Euro EBITDA.
- Das Aktienrückkaufprogramm über rund 500 Millionen Euro wird am 26. Juni 2026 abgeschlossen, finanzielle Flexibilität bleibt für geplante Übernahmen wie Allfunds erhalten.
Quartalszahlen und angehobener Finanzausblick
Wie Deutsche Börse Group mitteilte, steigt der Nettoerlös ohne Treasury-Ergebnis im zweiten Quartal 2026 um 9 Prozent auf 1,412 Milliarden Euro. Einschließlich eines Treasury-Ergebnisses von 205 Millionen Euro erreicht der Nettoerlös 1,617 Milliarden Euro, was einem Plus von 7 Prozent entspricht.Das EBITDA ohne Treasury-Ergebnis wächst um 13 Prozent auf 775 Millionen Euro, einschließlich Treasury-Ergebnis um 10 Prozent auf 980 Millionen Euro. Der den Aktionären zurechenbare Periodenüberschuss legt im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 569 Millionen Euro zu, das Ergebnis je Aktie vor Effekten aus der Kaufpreisallokation beträgt 3,33 Euro.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Konzern seine Prognose eines Nettoerlöses ohne Treasury-Ergebnis von rund 5,7 Milliarden Euro und eines EBITDA ohne Treasury-Ergebnis von rund 3,1 Milliarden Euro. Wegen des veränderten globalen Zinsausblicks und höherer Cash-Bestände erwartet die Deutsche Börse nun ein Treasury-Ergebnis von mehr als 0,7 Milliarden Euro und damit einen gesamten Nettoerlös von über 6,4 Milliarden Euro sowie ein EBITDA von über 3,8 Milliarden Euro.
Kapitalmaßnahmen und Bedeutung für den Finanzsektor
Finanzvorstand Jens Schulte erklärt, der Konzern zeige im zweiten Quartal erneut strukturelles Wachstumspotenzial, obwohl sich die Handelsvolumina in einigen Bereichen nach dem volatilen März wie erwartet normalisieren. In sechs von acht Geschäftsbereichen verzeichnet die Gruppe laut Schulte Umsatzwachstum, teils in deutlichem Umfang, während der überproportionale EBITDA-Anstieg den angestrebten operativen Hebel unterstreicht.Die Deutsche Börse teilt zudem mit, dass ihr Aktienrückkaufprogramm am 26. Juni 2026 abgeschlossen wird. Wie angekündigt, kauft das Unternehmen Aktien im Wert von rund 500 Millionen Euro zurück.
Für Investoren ist zudem der weitere strategische Kurs relevant, da Schulte die finanzielle Flexibilität des Konzerns hervorhebt, um Vorhaben wie die geplante Übernahme von Allfunds mit attraktiven Ausschüttungen zu verbinden. Die Analysten- und Investorenkonferenz findet am Donnerstag, 23. Juli, um 14.00 Uhr CEST statt.
In unserem früheren Artikel zu den Q2-2026-Zahlen der CME Group haben wir die Kombination aus starkem Umsatz und Gewinn sowie umfangreichen Kapitalrückflüssen durch Dividenden und Aktienrückkäufe beleuchtet. Zudem wurde erläutert, dass die Aktie zwar kurzfristig Momentum zeigt, gemischte technische Signale aber auf eine mögliche Konsolidierung bzw. Korrektur trotz insgesamt bullisher Stimmung hindeuten.
Neueste Deutsche Börse Nachrichten
- Forex
- Crypto