Werden die Spannungen zwischen den USA und Iran das Angebotsrisiko erhöhen und eine Brent-Öl-Rallye auslösen? Widerstandsniveaus im Fokus

Werden die Spannungen zwischen den USA und Iran das Angebotsrisiko erhöhen und eine Brent-Öl-Rallye auslösen? Widerstandsniveaus im Fokus
Brent Crude steigt um 1,36 % auf 77,08 $

Brent Crude (XBR) notiert bei 77,08 $, ein Plus von 1,36 % in der Sitzung und schließt eine vorherige Lücke von 0,63 $. Der Preis liegt über seinem wichtigen kurzfristigen gleitenden Durchschnitt, bleibt jedoch durch mittelfristige und langfristige Trendlinien begrenzt.

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Höhepunkte

  • Die Brent-Ölpreise werden durch erhöhte Versandrisiken und höhere Kriegsversicherungskosten angesichts der verschärften US-Iran-Spannungen in der Straße von Hormus gestützt.
  • Jüngste US-Angriffe auf den Iran haben die Aussichten auf eine Deeskalation weiter verunsichert und die Sorge vor möglichen Angebotsunterbrechungen in der Region aufrechterhalten.
  • Die Technik zeigt eine kurzfristig bullische Tendenz mit widersprüchlichen Momentumsignalen; Brent dürfte zwischen 74,94 $ und 79,22 $ gehandelt werden, mit einer Aufwärtswahrscheinlichkeit von 67 %.

Geopolitische Risiken und Sorgen um den Schiffsverkehr befeuern bullische Stimmung

Der Markt bleibt für Brent Crude optimistisch, da der eingeschränkte Verkehr durch die Straße von Hormus und steigende Kriegsversicherungsprämien infolge der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran die Versandrisiken erhöht und kurzfristige Angebotsängste verstärkt haben, so Fxstreet. Diese Situation wird durch die jüngsten US-Angriffe auf den Iran weiter verkompliziert, die laut Marketscreener Unsicherheit hinsichtlich einer Deeskalation und einer möglichen Wiederöffnung der Straße geschaffen haben. Anhaltende logistische und geopolitische Herausforderungen in der Region sind zu zentralen Treibern der aktuellen Preisstimmung geworden.

Widerstand hält bei überkauften Signalen und gemischtem Momentum

Im H1-Chart handelt XBR über dem MA-20, bleibt aber unter dem MA-50 und dem längerfristigen MA-200. Der tägliche Ichimoku Kijun liegt bei 77,31 $ und fungiert als unmittelbarer Widerstand. Unter den technischen Indikatoren signalisiert der Moving Average Convergence Divergence (MACD) starke Verkaufsbedingungen, während der Average Directional Index (ADX) eine schwache Trendüberzeugung anzeigt. Sowohl der Stochastic RSI als auch der Commodity Channel Index (CCI) positionieren XBR als überkauft, der Relative Strength Index (RSI) liegt mit 53,19 im moderaten Kaufbereich, und Bull/Bear Power ist ebenfalls überkauft. Der Awesome Oscillator ist neutral und weist auf eine Divergenz zwischen Intraday-Trends und Momentum-Signalen hin.

Aufwärtspotenzial bevorzugt, da Volatilität die kurzfristige Handelsspanne bestimmt

In den nächsten zwei bis drei Handelstagen wird erwartet, dass XBR zwischen 74,94 $ und 79,22 $ schwankt, was die typische Volatilität auf dem aktuellen Kursniveau widerspiegelt. Die Wahrscheinlichkeit spricht mit 67 % für ein Aufwärtsszenario, während das Abwärtsszenario eine Chance von 33 % hat. Am wahrscheinlichsten ist eine Kursbewegung innerhalb des etablierten Korridors, aber ein Ausbruch über den kurzfristigen Widerstand könnte weitere Gewinne ermöglichen, während ein Fall unter die Unterstützung eine nachhaltige Umkehr auslösen müsste.

Anton Kharitonov, Experte bei Traders Union, sieht den Brent-Ölmarkt weiterhin mit anhaltenden Angebotsängsten konfrontiert, da die Risiken in der Straße von Hormus die Stimmung vorsichtig halten. Er sieht gemischte technische Signale, mit überkaufter Kursentwicklung und fehlender Widerstandsfähigkeit über dem unmittelbaren Widerstand. Ein Abwärtsszenario kann nicht ausgeschlossen werden, da das Aufwärtspotenzial durch makroökonomische und Momentum-Gegenwinde begrenzt ist. "Solange Brent die 77,31 $ nicht überzeugend überwindet, bleibe ich vorsichtig, weitere Gewinne bei fragiler Stimmung zu verfolgen."

Zuvor wurde berichtet, dass die Rekord-Ölproduktion der VAE die sich verändernde Öldynamik am Golf und die erhöhte Sensibilität für geopolitische Störungen rund um die Straße von Hormus verdeutlicht hat. Da anhaltende Kriegsrisiken und steigende Versicherungskosten nun die Aufwärtsneigung bei Brent befeuern, sollten Händler auf einen möglichen Ausbruch über die unmittelbaren Widerstandsniveaus achten, der weiteres Momentum auslösen und die kurzfristige Positionierung neu justieren könnte.

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