Pavlo Kot

Brent fällt um fast 3 %, da die IEA vor einem Rückgang der Ölnachfrage warnt

Brent fällt um fast 3 %, da die IEA vor einem Rückgang der Ölnachfrage warnt
Brent fällt um fast 3 %, da die IEA vor der Ölnachfrage warnt

​Brent-Rohöl fiel um fast 3 % und unterbrach damit die starke Rally dieser Woche, nachdem die Internationale Energieagentur (IEA) ihren Ausblick für die weltweite Ölnachfrage gesenkt hatte. Die Preise steuern dennoch auf ihren größten Wochengewinn seit Juli zu, da der Konflikt im Nahen Osten anhält.

Dieser Artikel wurde aus dem Original übersetzt. Lesen Sie die Originalversion unseres Korrespondenten hier.

Laut Bloomberg erwartet die IEA, dass die weltweite Ölnachfrage 2026 so stark schrumpfen wird wie seit der Pandemie nicht mehr. Als Hauptgründe nannte die Agentur hohe Kraftstoffkosten und ein geringeres Angebot.

Trotz des Rücksetzers hat Brent seit Jahresbeginn mehr als 70 % zugelegt. Der Preis liegt weiterhin unter seinem kriegsbedingten Höchststand von knapp über 126 $ je Barrel, der im April erreicht wurde.

Hohe Preise belasten zunehmend die Nachfrage

Der durch Versorgungsstörungen im Nahen Osten verursachte Anstieg der Ölpreise wirkt sich allmählich auf den Verbrauch aus. Gleichzeitig bleiben die weltweiten Lagerbestände niedrig, während Chinas jüngste Ausweitung der Käufe das verfügbare Angebot zusätzlich verknappt hat.

Die Situation wird durch die zunehmenden Spannungen rund um wichtige Schifffahrtsrouten erschwert. Die vom Iran unterstützten Huthi sind in Richtung Küstengebiete nahe der Bab-al-Mandab-Straße vorgedrungen und versuchen, Mokha am südlichen Ende des Roten Meeres einzunehmen.

Die Kämpfe in der gesamten Region haben sich in den vergangenen zwei Wochen verschärft. Huthi-Angriffe auf die Energieinfrastruktur Saudi-Arabiens haben einige Anlagen gezwungen, den Betrieb einzustellen, während die USA Angriffe auf iranische Öltanker durchgeführt haben.

Analysten von RBC Capital Markets erklärten, eine Wiederaufnahme eines umfassenden Krieges zwischen Saudi-Arabien und den Huthi könnte ein Szenario mit einem weiteren starken Anstieg der Ölpreise auslösen. Die Kontrolle über Gebiete näher am engsten Abschnitt der Bab-al-Mandab-Straße würde der Gruppe ermöglichen, ihre Fähigkeit zur Störung der Schifffahrt auszubauen.

Auch in der Straße von Hormus bestehen weiterhin Risiken. Einige Öllieferungen passieren die Wasserstraße weiterhin, doch den Schiffen drohen Angriffe, während einige Tanker ihre Transponder abschalten, um das Entdeckungsrisiko zu verringern.

Der Konflikt bedroht weiterhin die Ölversorgung

Die USA und der Iran bereiten sich auf eine langwierige Konfrontation vor, ohne dass bislang Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Waffenstillstand oder eine Normalisierung der Energieflüsse erkennbar sind. Saudi-Arabien erklärte, seine Ölproduktion sei im August erneut gesunken und habe den niedrigsten Stand seit 1990 erreicht.

Der Konflikt treibt die Preise auch über Rohöl hinaus in die Höhe. Europäisches Erdgas, Frachtraten für Öltanker und raffinierte Mineralölprodukte sind ebenfalls deutlich gestiegen, wobei die Dieselpreise noch stärker zulegen.

Washington erhöht zudem den wirtschaftlichen Druck auf Teheran. Die Regierung von Präsident Donald Trump bereitet für kommende Woche zusätzliche Sanktionen gegen Iran vor, während der Konflikt andauert.

Trump erklärte, er würde unter ähnlichen Umständen erneut die Entscheidung treffen, den Iran anzugreifen. Die USA setzen daher weiterhin auf eine Kombination aus militärischem Druck und umfassenderen wirtschaftlichen Beschränkungen gegen Teheran.

Zuvor berichteten wir, dass die US-Dieselpreise aufgrund von durch den Krieg verursachten Versorgungsstörungen ein Rekordhoch erreicht haben. Höhere Kraftstoffpreise erhöhen die Kosten für Transportunternehmen und verstärken den Druck auf Verbraucher.

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