El Salvador will staatliche Bitcoin-Beteiligung im Rahmen der IWF-Vereinbarung begrenzen
El Salvador und der Internationale Währungsfonds sagen, dass die Verhandlungen über die Bitcoin-Politik des Landes und die Veräußerung der staatlichen Wallet Chivo ein fortgeschrittenes Stadium erreicht haben.
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Die Gespräche sind mit der Freigabe von Mitteln aus einem 1,4 Milliarden Dollar schweren IWF-Kreditprogramm verbunden, das die Wirtschaft El Salvadors unterstützen soll, berichtet Crypto News.
Laut einer offiziellen Erklärung des IWF, die am 23. Dezember veröffentlicht wurde, konzentrieren sich die Gespräche nun auf den Verkauf der Chivo-Wallet und die Reduzierung der direkten Beteiligung der Regierung an der Bitcoin-bezogenen Infrastruktur. Der IWF hat diese Schritte als notwendig bezeichnet, um die Transparenz zu verbessern, öffentliche Gelder zu schützen und fiskalische und finanzielle Risiken zu reduzieren. Die Verhandlungen waren jahrelang ins Stocken geraten, nachdem El Salvador Bitcoin im Jahr 2021 als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hatte. Diese Entscheidung führte zu wiederholten Warnungen des IWF über Volatilität, Verbraucherschutz und makroökonomische Stabilität. Eine Vereinbarung auf Stabsebene, die Ende 2024 erreicht wurde, öffnete die Tür zur Finanzierung wieder.
Wirtschaftsreformen wecken Wachstumsoptimismus
Als Teil der Vereinbarung verpflichtete sich El Salvador, seine Bitcoin-Strategie im öffentlichen Sektor zurückzuschrauben und die Bitcoin-Akzeptanz für Unternehmen freiwillig zu machen. Die Regierung stimmte auch zu, die Rolle von Bitcoin bei Steuerzahlungen zu begrenzen und das staatliche Engagement in der Krypto-Infrastruktur zu reduzieren. Im Gegenzug erkannte der IWF an, dass die mit Bitcoin verbundenen Risiken gemildert werden und lobte die breitere Reformagenda des Landes. Der Fonds rechnet nun mit einem realen BIP-Wachstum von etwa 4 % in diesem Jahr und beruft sich dabei auf das verbesserte Vertrauen der Investoren, Rekordüberweisungen und steigende Investitionen.
Der IWF fügte hinzu, dass die Wachstumsaussichten für das nächste Jahr ebenfalls gut seien. Diese Einschätzungen markieren eine Abkehr von der früheren, eher konfrontativen Haltung der beiden Seiten. Der Schlüssel zur Freigabe künftiger IWF-Finanzierungstranchen liegt jedoch in der kontinuierlichen Einhaltung der Auflagen.
El Salvador behält seine Pro-Bitcoin-Haltung bei
Trotz der Zugeständnisse an den IWF hat El Salvador seine breitere Pro-Bitcoin-Vision nicht aufgegeben. Die Regierung hat kürzlich ihren größten Bitcoin-Kauf an einem einzigen Tag abgeschlossen und ihre Reserven um 1.090 BTC aufgestockt. Die Gesamtbestände belaufen sich nun auf etwa 7.475 BTC, was bei den aktuellen Kursen einem Wert von mehr als 650 Millionen Dollar entspricht.
Das Land hat sich auch bemüht, seinen kryptofreundlichen Rahmen durch neue Gesetze zu stärken, darunter ein im August verabschiedetes Investmentbanking-Gesetz. Dieses Gesetz erlaubt es spezialisierten Firmen, Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte als zentrale Finanzdienstleistungen anzubieten. El Salvador vermarktet sich weiterhin als globaler Krypto-Hub und zieht Unternehmen wie Tether an, das kürzlich seinen Hauptsitz nach San Salvador verlegt hat. Zusammengenommen deuten diese Schritte darauf hin, dass das Land die Forderungen des IWF mit einem langfristigen Engagement für die Einführung von Bitcoin in Einklang bringt.
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