Thailand vereinheitlicht die Aufsicht über Gold- und Kryptomärkte im Rahmen einer neuen Initiative zur Bekämpfung der Geldwäsche
Thailand hat eine koordinierte Kampagne gegen sogenanntes "Graugeld" gestartet und verschärft die Aufsicht sowohl über die physischen Goldmärkte als auch über die digitalen Vermögenswerte, um Schlupflöcher für die Geldwäsche zu schließen.
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Die von Premierminister Anutin Charnvirakul angeordnete Initiative bringt traditionell getrennte Anlageklassen unter einen einheitlichen Durchsetzungsrahmen, berichtet Cointelegraph.
Lokale Medien berichteten, dass kriminelle Netzwerke zunehmend Goldbarren, Online-Goldplattformen und Kryptowährungen nutzen, um Werte außerhalb des Bankensystems zu bewegen und zu speichern. In einer Rede im Finanzministerium sagte Charnvirakul, dass die Bemühungen sowohl moderne digitale Risiken als auch seit langem bestehende "analoge" Finanzkriminalität betreffen. Das Ziel der Regierung ist es, die finanzielle Integrität zu schützen, indem alle risikoreichen Wertkanäle einheitlich behandelt werden. Dies bedeutet eine Abkehr von einer isolierten Regulierung hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung der illegalen Finanzen. Laut den Behörden spiegelt die Kampagne die zunehmende Raffinesse krimineller Aktivitäten wider.
Überwachung in Echtzeit und strengere Meldevorschriften
Eine wichtige Säule des Plans ist die Einrichtung einer nationalen Datendrehscheibe, die verdächtige Aktivitäten in Echtzeit überwachen und Risikoprofile für alle Anlageklassen erstellen soll. In Bezug auf Gold wurde das thailändische Amt für Geldwäschebekämpfung angewiesen, die Meldegrenze für den Kauf von physischem Gold, die derzeit bei 2 Millionen Thai Baht liegt, zu senken. Die Beamten erklärten, dass Kriminelle Transaktionen oft in kleinere Beträge aufteilen, um eine Entdeckung nach den bestehenden Regeln zu vermeiden. Die Aufsichtsbehörden erwägen auch neue Steuern und strengere Prüfungsanforderungen für Online-Goldhandelsplattformen.
Für digitale Vermögenswerte wurde die Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde angewiesen, die Global Travel Rule streng durchzusetzen. Diese verlangt von lizenzierten Kryptodienstleistern, dass sie bei bestimmten Transaktionen Absender- und Empfängerinformationen sammeln und weitergeben. Während selbstverwahrte Wallets nicht verboten sind, könnte eine strengere Durchsetzung indirekt die Reibung bei Abhebungen erhöhen.
Kryptowährungen in Thailands umfassenderes Durchsetzungsmodell eingebettet
Thailand bevorzugt seit langem einen von der Regulierungsbehörde geleiteten Ansatz für Kryptowährungen und setzt dabei auf Lizenzierung, Überwachung und klare Compliance-Standards. Das Land war eines der ersten in Südostasien, das Börsen, Makler und Händler direkt der Aufsicht der SEC unterstellte. In den letzten Jahren sind die Behörden gegen irreführende Krypto-Werbung vorgegangen und haben ausländische Peer-to-Peer-Plattformen ins Visier genommen, die mit Finanzkriminalität in Verbindung gebracht werden. Die neue "Graugeld"-Kampagne geht noch weiter, indem sie Kryptowährungen und Gold ausdrücklich als parallele Kanäle für illegale Finanzierungen behandelt.
Dies signalisiert, dass digitale Vermögenswerte nicht länger als regulatorische Ausnahme betrachtet werden. Stattdessen werden sie in eine breitere, datengesteuerte Durchsetzungsarchitektur integriert. Der Schritt deutet darauf hin, dass Thailand beabsichtigt, die Regulierung von Kryptowährungen zu normalisieren, indem es sie der gleichen Prüfung unterzieht wie traditionelle Wertaufbewahrungsmittel.
Kürzlich berichteten wir, dass die südkoreanische Finanzdienstleistungskommission (FSC) börsennotierten Unternehmen und professionellen Anlegern die direkte Investition in Kryptowährungen erlauben wird, was nach fast einem Jahrzehnt der Beschränkungen einen bedeutenden politischen Wandel darstellt.
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