Die Quoten auf dem Prognosemarkt steigen, da Nutzer auf die Ermittlungen gegen ZachXBT wetten
Am 23. Februar wurde auf Polymarket ein Prognosemarkt gestartet, auf dem die Frage gestellt wurde, welches Kryptounternehmen ZachXBT im Rahmen einer Untersuchung zum Insiderhandel auffliegen würde. Innerhalb von 24 Stunden stieg eine Option - Meteora - von einer einstelligen Wahrscheinlichkeit auf rund 44 % an und überholte damit die frühen Spitzenreiter Pump.fun und Axiom.
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Die starke Verschiebung der impliziten Quoten löste in den sozialen Medien Diskussionen über die mögliche Verwendung nicht-öffentlicher Informationen aus, obwohl keine Beweise vorgelegt wurden, berichtet Crypto News.
ZachXBT hatte zuvor einen Bericht angekündigt, der für den 26. Februar geplant war und erklärte, dass er "mehrere Mitarbeiter eines der profitabelsten Kryptounternehmen" einbeziehen würde, ohne das Unternehmen zu nennen. Der Markt wird sich auf der Grundlage der offiziellen Erklärung von ZachXBT entscheiden, wie in den Vertragsbedingungen festgelegt.
Marktmechanik und Fragen zur möglichen Informationsasymmetrie
Starke Bewegungen auf den Prognosemärkten spiegeln die Struktur des Auftragsbuchs und die Positionierung der Händler wider, sind aber an sich kein Beweis für Insiderhandel. Polymarket stützt sich auf das UMA-Orakel-System, das einen Vorschlagsmechanismus, ein Streitfenster und eine potenzielle Eskalation der Token-Inhaber-Abstimmung umfasst. In der Vergangenheit wurde dieses Modell kritisiert, wenn die Ergebnisse umstritten waren, wobei einige Teilnehmer auf den Einfluss großer Token-Inhaber hinwiesen. In der Vergangenheit kam es zu Streitigkeiten über Märkte, die an politische Ereignisse und internationale Abkommen gebunden waren. Der aktuelle Vertrag ist jedoch strukturell einfacher: Er wird auf der Grundlage des von ZachXBT genannten Unternehmens gelöst, anstatt zu bewerten, ob tatsächlich Insiderhandel stattgefunden hat.
Steigendes Interesse an Prognosemärkten und regulatorische Risiken
Im Jahr 2025 wiesen US-Gesetzgeber auf die Risiken des Insiderhandels auf Prognosemärkten hin, nachdem eine verdächtig genaue Polymarket-Wette im Zusammenhang mit einem geopolitischen Ereignis aufgefallen war. Damals wurden Diskussionen über mögliche neue Gesetze zur Verschärfung der Aufsicht über solche Plattformen laut. Nach den Regeln von Polymarket ist die Nutzung wesentlicher nicht öffentlicher Informationen durch Mitarbeiter und verbundene Parteien verboten.
In der Praxis ist es jedoch nach wie vor äußerst schwierig, anonyme Nutzer über verschiedene Gerichtsbarkeiten hinweg zu überwachen. Vor diesem Hintergrund hat der rasche Anstieg der impliziten Wahrscheinlichkeit von Meteora Aufmerksamkeit erregt, obwohl das endgültige Ergebnis erst nach der Veröffentlichung der Untersuchung am 26. Februar bekannt sein wird.
Polymarket-Volumen und die Auswirkungen von Großwetten auf die Preisgestaltung
Branchenberichten zufolge lag das gesamte Handelsvolumen von Polymarket im Jahr 2025 in Zeiten hoher Volatilität bei über 1 Milliarde Dollar pro Monat, wobei einzelne Märkte manchmal einen Umsatz von mehreren zehn Millionen Dollar erreichten. In relativ flachen Auftragsbüchern können große Einsätze die impliziten Wahrscheinlichkeiten innerhalb eines kurzen Zeitraums erheblich verschieben. Der Sprung von Meteora auf 44 % innerhalb eines Tages könnte eher auf eine Handvoll größerer Positionen als auf eine breite Beteiligung zurückzuführen sein.
Historisch gesehen weisen Prognosemärkte mit kurzem Zeithorizont eine erhöhte Volatilität auf, bis endgültige Informationen veröffentlicht werden. Insofern spiegelt die derzeitige Wahrscheinlichkeitsverschiebung die Dynamik von Angebot und Nachfrage wider und ist kein bestätigter Beweis für einen informierten Handel.
Kürzlich haben wir darüber berichtet, dass die niederländische Glücksspielbehörde eine Geldstrafe gegen die niederländische Tochtergesellschaft der Prognosemarktplattform Polymarket verhängt hat, weil sie ohne Lizenz Glücksspieldienste für Einwohner anbietet, und die sofortige Einstellung des Betriebs angeordnet hat.
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